Analysten kritisieren die Höhe des Angebotes
Spanische Börsenaufsicht genehmigt RWE-Gebot

Nach rund einmonatiger Prüfung hat die spanische Börsenaufsicht CNMV am Mittwoch das Übernahmeangebot der Essener RWE AG für die Hidroelectrica del Cantabrico SA genehmigt.

vwd MADRID/DÜSSELDORF. Die CNMV erklärte in Madrid, nach Veröffentlichung der Details der Offerte durch die spanische RWE-Tochter hätten die Anteilseigner von Cantabrico einen Monat Zeit, das Angebot anzunehmen.

RWE Espana hat nach Angaben der Aufsicht fünf Tage, um Einzelheiten vorzulegen. Der Essener Konzern hatte Anfang Februar bekannt gegeben, 26 Euro für jede Cantabrico-Aktie zahlen zu wollen. Den nordspanischen Versorger bewertet RWE damit mit knapp drei Mrd Euro.

Analysten kritisieren die Höhe des Angebotes

In der vergangenen Woche hatte der Vorstandsvorsitzende von RWE, Dietmar Kuhnt, das von Analysten als zu hoch kritisierte Angebot noch einmal verteidigt und erklärt, Hidrocantabrico sei für die RWE-Strategie "der sinnvollste Fit in Spanien". Das Unternehmen sei ein zwar kleiner, aber hochprofitabler und strategisch hervorragend aufgestellter Versorger auf Wachstumskurs.

Das Stromunternehmen mit Sitz im nordspanischen Oviedo ist der kleinste der vier spanischen Versorger und kommt auf einen Marktanteil von rund acht Prozent bei der Stromerzeugung und etwa vier Prozent bei den Endkunden.

Neben RWE bieten auch die Villar-Mir-Tochter Ferroatlantica sowie die Electricidade de Portugal SA (EDP) gemeinsam mit der spanischen Sparkassen-Kette Cajastur für Hidrocantabrico. Ferroatlantica, an der sich die Karlsruher Energie Baden-Württemberg (EnBW) mit 50 Prozent beteiligen will, hat ihre Offerte mittlerweile auf 25,80 Euro je Aktie erhöht.



EU muss das RWE-Angebot noch prüfen

Von der spanischen Börsenaufsicht bereits genehmigt ist das EDP-Cajastur-Angebot von 24 Euro je Anteilsschein. Dieses hatte am Montag auch die Wettbewerbskommission der Europäischen Union (EU) bereits gebilligt. In Brüssel soll jetzt auch das RWE-Angebot noch geprüft werden.

RWE hat nach eigenen Angaben derzeit bereits 13 Prozent der Cantabrico-Anteile sicher. Der Essener Konzern hatte sich zuletzt wiederholt sicher gezeigt, dass die Übernahme auch gelingen wird. Am Mittwochabend wollte eine Sprecherin zur Genehmigung der Offerte durch die spanische Börsenaufsicht vorerst nicht Stellung nehmen.

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