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Analysten kritisieren Nokia-Strategie - HerabstufungenDPA-Datum: 2004-07-16 12:30:27

(dpa-AFX) Frankfurt - Nach dem schwachen Ausblick von Nokia < Nok1v.HSE > < Noa3.ETR > haben namhafte Investmenthäuser die Aktie des weltgrößten Handy-Herstellers herabgestuft. Nach Ansicht der Experten hat das Management um Vorstandschef Jorma Ollila die Trends in der Mobilfunk-Industrie verpasst und daher mit einem sinkenden Marktanteil zu kämpfen. Die Finnen wollen mit Preissenkungen verloren gegangene Marktanteile zurückgewinnen.

(dpa-AFX) Frankfurt - Nach dem schwachen Ausblick von Nokia < Nok1v.HSE > < Noa3.ETR > haben namhafte Investmenthäuser die Aktie des weltgrößten Handy-Herstellers herabgestuft. Nach Ansicht der Experten hat das Management um Vorstandschef Jorma Ollila die Trends in der Mobilfunk-Industrie verpasst und daher mit einem sinkenden Marktanteil zu kämpfen. Die Finnen wollen mit Preissenkungen verloren gegangene Marktanteile zurückgewinnen.

Der Weltmarktführer rechnet wegen des zunehmenden Wettbewerbsdrucks für das laufende Quartal mit einem Gewinneinbruch. Die Profitabilität werde in der zweiten Jahreshälfte wegen der Preissenkungen unter Druck geraten, hatte Ollila am Donnerstag gesagt. Erst für das kommende Jahr erwartet er eine Erholung. Der Marktanteil von Nokia war im zweiten Quartal weiter auf 31 Prozent gesunken. Branchenexperten führen dies auf Schwächen in der Modellpalette und Design der Nokia-Geräte zurück. Mit Preisnachlässen und neuen Mobiltelefonen will Nokia gegensteuern.

Zweifel

Die Experten der Citigroup äußerten Zweifel an der Strategie des Konzerns. Die Maßnahmen von Nokia und das Wettbewerbsumfeld hätten die Erwartungen an eine Trendwende erschüttert, meinten die Analysten. "Die Prognose von Nokia für das dritte Quartal impliziert einen weiteren großen Rückschlag für die Profitabilität im Handy-Bereich." Eigentlich sei mit einer Erholung gerechnet worden. Die Wettbewerber Sony Ericsson und Samsung hatten sich zuletzt positiv über die Entwicklung der Branche geäußert. Die Citigroup senkte ihre Einstufung von "Buy" auf "Hold". Das Kursziel reduzierten sie um ein Drittel auf 11 Euro.

Nach Ansicht von Goldman Sachs haben die Skandinavier ihre Technikführerschaft verloren. Daher seien die Chancen von Nokia gering, die Preise für seine Mobiltelefone wieder zu erhöhen. Es seien keine klaren Zeichen für eine Verbesserung der Wettbewerbslage und damit wieder mit einem höheren Marktanteil erkennbar, sagte Angela Dean von Morgan Stanley. Sie bestätigte ihre Einstufung mit "Underweight", senkte allerdings das Kursziel auf 7,5 (8,5) Euro.

Die Deutsche Bank ist eines der wenigen Investmenthäuser die ihre "Kauf"-Empfehlung bestätigten. Analystin Inge Heydorn erinnerte daran, dass Nokia traditionell zurückhaltende Prognosen abgibt. Daher rechnet sie mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 0,14 Euro. Nokia selbst hatte 0,08 bis 0,10 Euro in Aussicht gestellt.

^ Analyst Einstufung (alt) Besonderheiten Citigroup SB Hold (Buy) Kursziel von 16 auf 11 Euro Goldman Sachs Underperform (In-Line) Fairer Wert von 11 auf 8,8 Euro Morgan Stanley Underweight (Underw.) Kursziel von 8,5 auf 7,5 Euro UBS Neutral2 (Neutral2) Kursziel von 12,5 auf 10,5 Euro Deutsche Bank Buy (Buy) Kursziel von 14,0 auf 12,5 Euro HVB Underperform (Neutral) Kursziel von 14,5 auf 10,0 Euro LRP Marketperformer (Outp.)Kursziel von 15,0 auf 11,0 Euro°

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