Analysten nehmen Quartalszahlen positiv auf
Mobilfunk-Ergebnis begrenzt Verluste der Telekom

Die Deutsche Telekom hat ihre Verluste im ersten Quartal 2001 im Vergleich zum vierten Quartal 2000 auf 400 Mill. Euro verringern können. Das Unternehmen liegt damit 600 Mill. Euro über dem negativen Ergebnis von einer Milliarde Euro zwischen Oktober bis Dezember vorigen Jahres. Als Hauptgrund nannte die Telekom die deutlich verbesserten Erträge im Mobilfunkgeschäft.

bue DÜSSELDORF. Die Telekom bewertete die Zahlen am Dienstag in Bonn als Bestätigung für ihre Erwartung, im laufenden Geschäftsjahr das operative Ergebnis und den Umsatz deutlich steigern zu können. Vor Bekanntgabe der Bilanzzahlen für das zurückliegende Geschäftsjahr teilte die Telekom in Bonn unter Verweis auf´vorläufige Zahlen mit, dass der Konzernüberschuss in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2001 (ohne Goodwill und UMTS-Kosten) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 18 % auf rund 450 Mill. Euro gestiegen sei. Der Umsatz sei im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 16 % auf 11,1 Mrd. Euro gestiegen.

Vor allem die Ergebnisverbesserung im Mobilfunk habe zu dem Anstieg der operativen Erträge geführt. Trotz eines Nachlassens beim Handy-Boom geht die Telekom davon aus, dass das Vorsteuergebnis auf Ebitada-Basis im Gesamtjahr 2001 (vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisationen) um einen zweistelligen Prozentsatz zulegen werde.

Die T-Aktionäre sollen für das Jahr 2000 eine unveränderte Dividende erhalten. Jeder Anteilseigner bekommt einem Vorschlag der Konzernführung zufolge jeweils 62 Cent (1,21DM) pro Aktie und damit ebenso viel wie 1999.

Einschätzung der Analysten

Händler werteten in einer Schnelleinschätzung, der Umsatz liege im Rahmen der Erwartungen. Das Ergebnis sei dagegen positiv zu bewerten, da der Negativtrend im Vergleich zum vierten Quartal 2000 gebrochen worden sei. Die Nettofinanzverbindlichkeiten nahmen den Telekom-Angaben zufolge in der Berichtszeit "lediglich um 0,6 Milliarden Euro zu". Das Umsatzplus im Berichtsquartal bestätige das gesetzte Wachstumsziel für die "Topline" von über 15 % für das Gesamtjahr 2001.

Mobilfunksparte T-Mobile

Die Telekom-Mobilfunksparte T International-Mobile erwirtschaftete im ersten Vierteljahr 2001 vorläufigen Berechnungen zufolge ein um rund 68 % gestiegendes Ebitda von 590 Mill. Euro (1,15 Mrd. DM); unter dem Strich verblieb dem Konzern aber ein Millionenverlust.

Weltweit 38 Millionen Telekomkunden

Den Angaben zufolge hatten die Telekom und von ihr mehrheitlich kontrollierte Firmen weltweit zuletzt knapp 38 Millionen Mobilfunk-Kunden; der Kundenstamm wuchs von Anfang Januar bis Ende März um 2,6 Millionen. Im weiteren Jahresverlauf erwartet das Unternehmen eine Verlangsamung des Teilnehmerwachstums. Zur Begründung verwies die Telekom auf die bereits hohe Marktdurchdringung in Westeuropa und die Ankündigung aller großen Betreiber, Subventionen für Mobiltelefone deutlich zurückzufahren. Die deutlichsten Kundenzuwächse beim Mobilfunk erzielte die Telekom in Deutschland im Netz T-D1, auch die britische Tochterfirma One2One legte klar zu. Bei der österreichischen max.mobil stagnierten die Kundenzahlen dagegen zuletzt bei 2,1 Millionen.

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