Analysten-Prognose
Analysten erwarten Verlustrückgang bei Infineon

Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies AG wird nach Einschätzung von Analysten am Dienstag bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal erneut geringere Verluste ausweisen.

vwd MÜNCHEN. Zur Begründung verweist Karsten Iltgen von der WestLB Panmure auf die gestiegenen Preise für Speicherchips (DRAMs) sowie die Kostenreduzierungen des Konzerns. Im Durchschnitt rechnen die von vwd befragten Analysten mit einem operativen Verlust (EBIT) von 266 Mill Euro, verglichen mit minus 564 Mill. Euro im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2001/2002 (30. September) und plus 10 Mill. Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Beim Umsatz prognostizieren die Experten gegenüber dem Vorquartal einen Zuwachs auf 1,29 (1,03/Vorjahr 1,65) Mrd. Euro und einen Periodenverlust von 171 (-331/Vorjahr +23) Mill. Euro. Nach Einschätzung von Iltgen dürfte der Trend einer Ergebnisverbesserung bei Infineon auch in den kommenden Quartalen weiter anhalten. Der WestLB-Analyst rechnet nach eigenen Angaben bereits im dritten Quartal mit einer Rückkehr Infineons in die Gewinnzone. In der zweiten Jahreshälfte dürften nach seinen Worten die DRAM-Preise vor dem Hintergrund der Erholung auf dem PC-Markt weiter steigen, nachdem sich diese im zweiten Quartal saisonal bedingt rückläufig entwickelt hätten.

Auch bei dem hochverschuldeten koreanische Halbleiterhersteller Hynix machen sich die steigenden Chip-Preise - die aber nach wie vor unter den Vollkosten der Hersteller liegen - inzwischen positiv bemerkbar. Das Unternehmen hatte vor kurzem erstmals seit 15 Monaten wieder einen Nettogewinn gemeldet.

Durch die damit verbesserte Verhandlungsposition von Hynix bestehe laut Iltgen die Gefahr, dass sich die Gespräche über eine Übernahme durch den US-Konzern Micron Technology Inc und damit eine weitere Konsolidierung innerhalb der Branche verzögere. Micron will nach Abschluss der Transaktion die Kapazitäten zurückfahren und damit einen weiteren Preisanstieg bei DRAMs unterstützen.

Positiv beurteilt Iltgen auch eine mögliche Kooperation zwischen Infineon und dem taiwanesischen Hersteller Nanya, über die die beiden Unternehmen derzeit Gespräche führen. Laut Konsensschätzungen von Analysten dürfte Infineon im laufenden Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von über 600 Mill. Euro verzeichnen. Für 2003 stellen die Experten mit einem Gewinn von über 700 Mill. Euro dann wieder schwarze Zahlen in Aussicht.

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