Analysten reagieren verhalten
Matsushita setzt Erholungskurs fort

Dank solider Umsätze mit Panasonic-Geräten hat der weltweit zweitgrößte Unterhaltungselektronik-Konzern Matsushita im abgelaufenen Quartal seinen Erholungskurs fortgesetzt und wieder schwarze Zahlen geschrieben.

Reuters TOKIO. Der Netto-Gewinn habe 13,5 Mrd. Yen (rund 111,6 Mill. Euro) betragen nach einem Verlust von 50,1 Mrd. Yen vor einem Jahr, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Tokio mit. Damit übertraf Matsushita sein Ergebnisziel von 12,7 Mrd. Yen. Auch operativ gelang dem Hersteller von Geräten der Marke Panasonic die Rückkehr in die Gewinnzone. "Starke Zuwächse konnten wir insbesondere bei Fernsehern, Camcordern und DVD-Spielern verbuchen", hieß es in der Mitteilung.

Der Umsatz stieg um vier Prozent auf 1,78 Bill. Yen, lag damit aber knapp unter den angestrebten 1,81 Bill. Yen. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis des Konzerns im Zuge der weltweiten Nachfrageschwäche und hoher Umstrukturierungskosten eingebrochen. Matsushita hatte darauf mit massiven Stellenstreichungen und erfolgreichen Weiterentwicklungen seiner Produktpalette reagiert. Für das Geschäftsjahr 2002/03 bis Ende März sagte Matsushita eine Fortsetzung des Erholungskurses voraus, auch wenn das Unternehmen seine Netto-Gewinn-Prognose leicht auf 37 von 42 Mrd. Yen nach unten schraubte. Im vergangenen Jahr war noch ein Rekordverlust von 431 Mrd. Yen verbucht worden.

Konkurrent Sony liegt weiter vorne

Analysten reagierten eher verhalten auf die Zahlen. "Matsushita hat noch einen langen Weg der Restrukturierung vor sich", sagte Portfoliomanager Koichi Ogawa von Daiwa SB Investments. Der Konzern habe noch zu viele Tochterunternehmen, daher seien weitere Rationalisierungsmaßnahmen erforderlich. "Wahrscheinlich müssen noch mehr Stellen gestrichen und Kosten gesenkt werden", fügte er hinzu. Vor Bekanntgabe der Zahlen war der Aktienkurs in einem freundlichen Marktumfeld in Tokio 1,4 Prozent fester aus dem Handel gegangen.

Das Ergebnis von Matsushita blieb erneut deutlich hinter den Zahlen seines Konkurrenten Sony zurück, die dieser am Montag vorgelegt hatte. Erst im vergangenen Jahr hatte Sony seinen Konkurrenten gemessen am Umsatz als weltweite Nummer Eins der Unterhaltungselektronik-Branche abgelöst. Sony hatte im abgelaufenen Quartal dank starker Umsätze mit seiner Spielekonsole Playstation 2 einen Netto-Gewinn erwirtschaftet, der fast drei Mal so hoch war wie der von Matsushita.

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