Analysten rechnen mit deutlicher Beschleunigung der konjunkturellen Expansion
Deutschland: Earlybird hat sich stabilisiert

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft in den nächsten Monaten bleiben günstig. Im Mai hielt sich der Earlybird-Frühindikator, den die Commerzbank monatlich exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt, mit 0,967 Punkten etwa auf dem Niveau vom April.

DÜSSELDORF. Sein Fünf-Jahres-Hoch vom März unterschritt er allerdings um 0,3 Punkte.

Belastend wirkte, dass sich die monetären Rahmenbedingungen verschlechtert haben. Da die Europäische Zentralbank vermehrt Signale für eine Zinserhöhung in den nächsten Monaten aussendet, sind die kurzfristigen Zinsen am Geldmarkt leicht gestiegen. Hinzu kommt, dass der höhere Außenwert des Euro - gegenüber dem US-Dollar erreichte die Gemeinschaftswährung zuletzt ein 16-Monats-Hoch - die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Exporteure verringert. Auf der anderen Seite haben sich die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert. In den USA kletterte der nationale Einkaufsmanagerindex von 53,9 auf 55,7 Punkte. Die höhere Nachfrage dürfte die deutschen Exporte beleben.

Für die zweite Jahreshälfte 2002 rechnen die Commerzbank-Analysten mit einer deutlichen Beschleunigung der konjunkturellen Expansion. Allerdings könnte diese von kurzer Dauer sein. Geht der Earlybird nämlich nach seinem Höhepunkt im März in eine Abwärtsbewegung über, würde dies auf eine Verlangsamung der Konjunktur im Verlauf des nächsten Jahres hindeuten. In der Vergangenheit lief der Earlybird der Konjunktur rund neun Monate voraus.

Quelle: WirtschaftsWoche

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