Analysten rechnen mit weiterem Arbeitsplatzabbau
Alcatel plant Rückkehr in die Gewinnzone

Der französische Telekomausrüster Alcatel hat im ersten Quartal einen operativen Verlust verzeichnet, erwartet für das zweite Halbjahr aber wieder die Rückkehr in die Gewinnzone.

Reuters PARIS. Auch der Umsatz sei rückläufig gewesen, teilte Alcatel am Donnerstag in Paris mit. Das Ergebnis des weltweit etwa fünftgrößten Telekomausrüsters lag den Angaben zufolge im Rahmen der Erwartungen. Analysten zeigten sich zufrieden mit den Zahlen, verwiesen aber darauf, dass Alcatel möglicherweise weitere Stellen abbauen müsse, um in die Gewinnzone zurückkehren zu können. Die Alcatel-Titel gaben in Paris aber mehr als der Gesamtmarkt nach.

Alcatal plant bereits den Abbau von 30 000 Stellen

Alcatel verbuchte im ersten Quartal einen operativen Verlust von 343 Mill. Euro nach einem Gewinn von revidiert 132 Mill. Euro im Vorjahr. Gleichzeitig fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 27 Prozent auf 4,296 Mrd. Euro, im Vergleich zum Schlussquartal 2001 ging der Umsatz um 32,7 Prozent zurück. Der Nettoverlust reduzierte sich im Vergleich zum vierten Quartal um rund die Hälfte auf 836 Mill. Euro. Für das zweite Halbjahr erwartete der Konzern auf operativer Basis die Rückkehr in die Gewinnzone, auch im Gesamtjahr 2002 sollte das operative Ergebnis "leicht positiv" ausfallen.

Analysten zufolge fielen die Ergebnisse in der Höhe ihrer Prognosen aus. "Dies sind sehr gute Nachrichten. Die Zahlen liegen genau im Rahmen der Erwartungen", sagte ein Pariser Analyst. Viel wichtiger sei jedoch, dass Alcatel seinen Ausblick bekräftigt hat. "Das wird den skeptischen Markt beruhigen", fügte er hinzu.

Andere Branchenexperten vermuteten, dass der Konzern noch zusätzlich zu dem bereits geplanten Abbau von 30 000 Stellen im vorigen und im laufenden Jahr weitere Arbeitsplätze abbauen muss, um wie beabsichtigt in die Gewinnzone zurückkehren zu können. Alcatel-Chef Jean-Pierre Halbron sagte allerdings in einer Telefonkonferenz, in der aktuellen Phase seien auf Konzernebene keine weiteren Streichungen notwendig. "Wir haben unsere Fixkosten seit dem ersten Quartal 2001 um 450 Mill. Euro gekürzt. Falls nötig, können weitere Einsparungspläne auf lokaler Ebene vorgenommen werden", sagte Halbron. Jede Einheit solle dies für sich vor Ort entscheiden, fügte er hinzu.

Die Anleger reagierten negativ auf die Zahlen. Alcatel-Aktien fielen am Donnerstag an der durchschnittlich um gut zwei Prozent schwächeren Pariser Börse um 4,4 Prozent auf 13,68 Euro.

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