Analysten sehen bei 4 870 Punkten wichtige Unterstützung

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Analysten sehen bei 4 870 Punkten wichtige Unterstützung

Mit Skepsis blicken technische Analysten derzeit auf den Dax. So befürchten Beobachter der Bayerischen Landesbank und von HSBC Trinkaus & Burckhardt, dass der Dax seine Trading-Range nach unten verlassen und dann noch einmal deutlich nachgeben könnte.

vwd FRANKFURT. Der technische Analyst der Landesbank Baden-Württemberg rechnet nach einem Rückgang in den kommenden Tagen jedoch mit einer Erholung in den kommenden Wochen. Und Marcel Mußler hält das Abwärtspotenzial zumindest bis zur nächsten massiven Unterstützung für begrenzt. Sollte sie nicht halten, nimmt er ebenso wie die Beobachter der Deutschen Bank den Bereich um 4 500 Punkte ins Visier.

Nach Einschätzung der Analysten der Bayerischen Landesbank bleibt der Dax weiterhin in seiner seit Monaten gültigen Trading-Range gefangen. Innerhalb dieser Kursspanne von etwa 4 870 bis 5 350 Punkten bleibe der Markt in erster Linie für kurzfristig orientierte Trader interessant. Am Montag habe der Dax zum zweiten Mal in diesem Jahr unter der 5 000-er-Marke geschlossen und damit die Nackenlinie der kleinen Schulter-Kopf-Schulter-Formation durchbrochen. Das Mindestkursziel auf Schlusskursbasis liege bei 4 920 Punkten.

Sollten die Kurse signifikant durch die untere Begrenzung der Trading-Range fallen, drohten weitere Kursverluste. In diesem Fall wäre ein großes Doppelhoch abgeschlossen - "mit der Folge, dass wir die höchsten Kurse in diesem Jahr bereits gesehen haben", so die Analysten. Das mittel- bis langfristige Bild bleibe weiter negativ. "Spätestens bei einem Ausbruch nach unten hin genießen Absicherungen die höchste Priorität."

Etwas optimistischer ist Mattias Forner von der Landesbank Baden-Württemberg. Der Analyst rechnet im Verlauf dieser Woche zwar mit einem Rückgang des Dax bis auf 4 870 Punkte. In dieser Region werde es jedoch vermutlich zu einer Bodenbildung mit anschließender Kurserholung kommen. In den kommenden Woche werde die Erholung den Dax bis in die Region bei 5 200 Punkten führen. "Es bieten sich derzeit wenig Alternativen zu Aktien", sagt der Marktbeobachter zur Begründung. Zudem zeigten die Indikatoren, dass der Aktienmarkt derzeit überverkauft sei.

Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus & Burkhardt betont dagegen ebenfalls die Risiken für den Dax. "Seit dem November bewegt sich der Index seitwärts - und die untere Begrenzung dieser Bewegung liege knapp oberhalb von 4 870 Punkten", sagt der Analyst. Diese Marke bilde jetzt eine wichtige Unterstützung. Mit Blick auf die Indikatoren hält Sartoris ein Unterschreiten dieser Marke für möglich. Dann könne der Dax in den kommenden zwei bis drei Wochen auch bis auf rund 4 450 Punkte fallen.

"Massive Kreuzunterstützung"

Marcel Mußler von den Mußler-Briefen sieht bis zur nächsten massiven Unterstützungszone allerdings zunächst nicht allzuviel Abwärtspotenzial. Diese liege bei der mittelfristigen Unterstützung bei 4 872 Punkten und bei dem Abwärtstrendkanal bei derzeit 4 870 Punkten. Diese massive Kreuzunterstützung wolle erst einmal geschlagen sein. Wenn sie aber nicht halte, sei der Dax-Chart bis zur Unterstützung bei 4 445 Punkten nach unten offen.

Nach Einschätzung der technischen Analysten der Deutschen Bank bewegt sich der Dax im strategischen Zeitfenster noch immer innerhalb der übergeordneten, seitwärts ausgerichteten Konsolidierungszone. Sie liege zwischen 4 874/4 872 Punkten und 5 341/5 352 Punkten. Solange diese Marken nicht nachhaltig über- oder unterschritten werden, halten die Analysten an ihrem Urteil fest. Fiele der Dax jedoch unter das Niveau von 4 874/4 872 Punkten, wäre die jüngste, bereits drei Monate anhaltende Konsolidierungsphase beendet. Die nächste strategische Zielmarke wäre dann der Bereich um 4 500 Punkte.

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