Analysten sehen Zukunft des Unternehmens skeptisch entgegen
Banken erlassen japanischem Baukonzern Kumagai Teil der Schulden

Reuters TOKIO. Der angeschlagenen japanische Baukonzern Kumagai Gumi bekommt von seinen Gläubigern Kreditrückzahlungen in Höhe von 430 Billionen Yen (umgerechnet rund 7,9 Mrd. DM) erlassen. Zudem würden die Banken Schulden des 60 Jahre alten Traditionsunternehmens über 20 Mrd. Yen in Aktien umtauschen, teilte der Konzern am Donnerstag in Tokio mit. "Ich denke der Erlass der Banken gibt unserer Firma Schwung, auf den wir aufbauen können", kommentierte Kumagai-Chef Kazutoshi Torikai die Entscheidung der Banken. Kumagai hatte den Schuldenerlass im September 2000 beantragt, als ihre Schulden 1,06 Billionen Yen erreicht hatten.

Analysten sehen jedoch der Zukunft der Baukonzerns weiter skeptisch entgegen. Sinkende öffentliche Aufträge und die geringen Gewinnspannen im Hauptgeschäftsbereich privates Baugewerbe würden Anlass zum Zweifeln liefern, ob Kumagai trotzdem weiter überleben könne, sagten Analysten.

Der Fall Kumagai ist der größte in einer Reihe von Schuldenerlassen für angeschlagene japanische Konzerne. Auch der mittelgroße Konkurrent Mitsui Construction hatte am Donnerstag angekündigt, bei seinen Gläubigerbanken um den teilweisen Erlass seiner Schulden bitten zu wollen.

Der Kurs der Kumagai-Aktie stieg am Donnerstag um 18 % auf 46 Yen und entfernt sich damit von dem am 16. November verzeichneten Rekordtief von 20 Yen weiter. Im Jahr 1989 hatte allerdings der Kurs noch bei 2050 Yen gelegen.

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