Analysten sprechen von einer "Bärenmarktrally"
US-Börsen nehmen Pluszeichen mit ins Wochenende

Die Aufwärtsbewegung wurde von den Technologieschwer- gewichten HP, IBM und Microsoft getragen. Auch der Linux-Spezialist Red Hat überzeugte durch positive Nachrichten.

Reuters NEW YORK. Die New Yorker Aktienmärkte haben ihre am Vortag im späten Handel einsetzende Aufwärtsbewegung fortgesetzt und sind zum Wochenausklang fester aus dem Handel gegangen.

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Dow-Jones-Index 30 führender Industriewerte schloss 1,23 Prozent höher auf 9504,78 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte zwei Prozent auf 1139,90 Zähler und der technologielastige Nasdaq-Composite-Index um 1,64 Prozent auf 1928,74 Zähler zu.

Analysten sprechen von einer "Bärenmarktrally"

Die Kursgewinne erklärten Marktanalysten mit einer "Bärenmarktrally". "Wir sind stark überverkauft und jetzt ist einfach die Zeit für eine technische Reaktion reif", sagte ein Händler. Darüber hinaus verwiesen die Börsianer auf Anschlusskäufe.

Zu den Gewinnern zählten die Titel des Computergiganten IBM und die Papiere der Software-Herstellers Micorsoft, die sich um 4,94 Prozent auf 93,50 Dollar beziehungsweise um 4,75 Prozent auf 56-9/16 Dollar verteuerten. Auch die Aktien von Hewlett-Packard schlossen fester und legten rund ein Prozent auf 31,17 Dollar zu. Hewlett-Packard hatte am Vortag bekannt gegeben, mit Agilent Technologies über eine strategische Allianz zu verhandeln. Agilent Technologies gewannen 8,71 Prozent auf 37,83 Dollar.

Die Kursaufschläge des Indexschwergewichtes IBM und Hewlett-Packard hätten den Dow im Tagesverlauf unterstützt, hieß es. Dagegen notierten die Titel des Konsumgüterherstellers Procter & Gamble 4,06 Prozent schwächer auf 60,20 Dollar und bauten damit die Vortagesverluste weiter aus. Am Donnerstag hatte das Unternehmen bekannt gegeben, rund neun Prozent seiner Mitarbeiter zu entlassen, um die Kosten zu senken.

Red Hat kommt in Mode

In der Gunst der Anleger standen die an der Nasdaq gehandelten Papiere des Software-Herstellers Red Hat Inc., die 12,57 Prozent auf 5-7/8 Dollar sprangen. Der führende Vertreiber des Betriebssystems Linux hatte die Prognosen der Wall Street Analysten übertroffen und früher als erwartet ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht. Zum Ende des vierten Quartals am 28. Februar habe der Konzern, bereinigt um einmalige Ausgaben, 600.000 Dollar Verlust gemacht, hatte Red Hat am Donnerstagabend nach Börsenschluss mitgeteilt.

Zu den Verlierern an der Technologiebörse gehörten die rege gehandelten Aktien des Medikamenten-Herstellers Immunex Corp, die rund 39 Prozent auf 11-1/2 Dollar einbrachen. Das Unternehmen habe klinische Versuche mit dem Arthritis-Medikament Enbrel für die Behandlung von chronischen Herzbeschwerden eingestellt, hieß es. Einen deutlichen Kursabschlag verzeichneten auch die Papiere des Glasfaserkomponenten-Hersteller JDS Uniphase , die 8,85 Prozent tiefer auf 23-3/16 Dollar schlossen.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,37 Milliarden Aktien den Besitzer, dabei überwogen 1976 Gewinner 1039 Verlierer, während 236 unverändert blieben. Bei Umsätzen von 2,28 Milliarden Aktien schlossen an der Nasdaq 2486 im Plus 1226 im Minus und 611 unverändert. Am US-Rentenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds zuletzt um 18/32 tiefer und erbrachten eine Rendite von rund 5,31 Prozent.

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