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Analysten: Wasserstein würde in Dresdner-Bank-Strategie passen

Eine Übernahme des Investmenthauses Wasserstein Perella & Co , New York, würde in die Strategie der Dresdner Bank AG, Frankfurt, als europäisch fokussierte Beraterbank passen.

vwd FRANKFURT. Wenn sich die Dresdner Bank nach den gescheiterten Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank und den abgebrochenen Sondierungen mit der Commerzbank selektiv auch in den USA in Bereichen verstärke, in denen sie - wie auf dem europäischen Investment Banking-Markt - bereits gut positioniert ist, stehe das dem Europa-Fokus der "grünen" Bank nicht entgegen, sagten Banken-Analysten vwd am Dienstag.

Nach der Übernahme der Investmentbank Donaldson Lufkin & Jenrette (DLJ) durch die Schweizer CS-Gruppe werde der US-Investment-Banking-Markt immer enger, sagte Ralf Dibbern vom Bankhaus M.M. Warburg & Co. Eine mögliche Übernahme von Wasserstein Perella, die im amerikanischen M&A-Geschäft zuletzt an 5. Stelle rangierten, sei jedoch keine Notlösung in letzter Minute. Die Dresdner komme hier - wenn die Übernahme vereinbart werde - der Deutschen Bank zuvor, für die das US-Investmenthaus "eigentlich auch attraktiv sein müsste", sagte Guido Hoymann vom Bankhaus Metzler.

Mit der Akquisition würde die Dresdner Bank "lokale Spezialexpertise im M&A-Geschäft" erwerben, ein wichtiges Standbein in den USA erhalten und "eine große Lücke schließen, die oft kritisiert wurde." Wenn es auch "Kollisionen beim Selbstverständnis" geben könne, dürfte die Integration wenig problematisch sein, da es zwischen den beiden Instituten kaum Überlappungen gebe, fügte Hoymann hinzu. Zu dem nicht börsennotierten US-Investmenthaus wollten sich beide Analysten nicht näher äußern. "Sie scheint aber ein gutes Renommee zu haben", sagte Dibbern.

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