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Analysten zur Intervention der EZB

MATTHEW CLEMENTS, PREBON YAMANE, LONDON:

"Es scheint, als ob der Euro in der letzten Woche recht deutlich von den Fundamentaldaten getrieben worden ist. Der wichtigste Einfluss ist dabei von den US-Daten gekommen. Interventionen sind nur eine kurzfristige Maßnahme, die effektiv ist, wenn der Markt sich schon in die richtige Richtung bewegt. Aber es ist tatsächlich nur eine kurzfristige Wirkung und was wir (am Nachmittag an Daten) aus den USA sehen, wird die Richtung der Währung diktieren. Wenn wir heute Nachmittag sehen, dass die Zahl der neu geschaffenen US-Arbeitsplätze 200 000 oder mehr beträgt, dann kommt der Euro wieder herunter".



STEVEN SAYWELL, FUJI BANK, LONDON:

"Die Intervention ist zeitlich gut plaziert. Sie kommt, nachdem es bereits einen leichten Stimmungsumschwung für den Euro gegeben hat. Sie machen offensichtlich das Richtige. Es ist aber kein großer Schritt. Es ist nicht wie der Effekt am 22. September, als er (der Euro) um drei große Stellen vorrückte. Es gibt aber große Bedenken, ob das durchgehalten werden kann".



MONIQUE WONG, UBS WARBURG, LONDON

"Es wird nicht erwähnt, dass andere Zentralbanken sich bislang anschließen, was die Aktion etwas riskant erscheinen lässt. Der Markt scheint es aber zu mögen, der Euro hat schön angezogen. Auch den Rentenmärkten gefällt es offensichtlich, aber wir warten ab, ob der Bund-Future die Barriere von 105,75 Punkten dauerhaft durchbrechen kann".



KLAUS SCHRÜFER, BFG BANK, FRANKFURT:

"Ich habe nicht damit gerechnet, dass die EZB interveniert. Dennoch ist der Schritt nicht überraschend gekommen, nachdem in den vergangenen Tagen und Wochen darüber spekuliert worden ist. Die EZB möchte wohl mit der Intervention die Erholung des Euro untermauern. Die Erfahrung zeigt, dass Interventionen besonders dann erfolgreich sind, wenn es mit dem Wechselkurs schon aufwärts geht".



UWE ANGENENDT, CHEFVOLKSWIRT, BHF BANK, FRANFURT:

"Das scheint nicht viel gewesen zu sein, denn der Markt reagiert recht moderat. Ich kann mit aber vorstellen, dass das nicht alles gewesen ist und im Tagesverlauf noch mehrere Wellen folgen könnten. Ich könnte mir auch vorstellen, dass zur Untermauerung noch eine Zinserhöhung folgen könnte".

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