Analystenerwartungen knapp verfehlt
Eon bekräftigt Prognose für Gesamtjahresergebnis

Der Versorger Eon hat trotz der gesenkten Ergebnisprognose für das Chemiegeschäft seine Erwartung beim Betriebsergebnis für das Gesamtjahr bekräftigt.

dpa-afx DÜSSELDORF. Das Betriebsergebnis werde den entsprechenden Vorjahreswert "deutlich" übertreffen, teilte das im Dax notierte Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit.

In den ersten neun Monaten steigerte das Düsseldorfer Unternehmen das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um 55 % auf 2,858 Mrd. ? und verfehlte damit die Erwartungen der Analysten leicht. Marktbeobachter hatten ohne den Wafer-Hersteller MEMC einen operativen Gewinn zwischen 2,894 Mrd. und 2,984 Mrd. ? erwartet. Eon erklärte, dass der MEMC-Verkauf das Ergebnis im laufenden Jahr mit rund 827 Mill. ? nach Steuern belasten werde.

Der Neunmonats-Überschuss sackte im Vergleich zum Vorjahr allerdings um 71 % auf 1,026 Mrd. ? ab. Der Neunmonats-Umsatz sank um 7 % auf 64,298 Mrd. ?.

Portfoliobereinigungen ließen Betriebsergebnis steigen

Der Anstieg des Betriebsergebnisses im Berichtszeitraum ist den Angaben zufolge auf eine erfolgreiche Portfoliobereinigung bei den Telekommunikationsaktivitäten zurückzuführen. Eon Energie, VEBA Oel, Viterra, Stinnes und VAW aluminium hätten Ergebniszuwächse erzielt. Bis September 2001 seien Firmenwertabschreibungen in Höhe von 472 (Vorjahr: 652) Millionen Euro vorgenommen worden.

Für das Chemiegeschäft habe sich das konjunkturelle Umfeld im laufenden Jahr zunehmend verschlechtert, hieß es. Die Auswirkungen auf die Geschäfte der Tochtergesellschaft Degussa hätten sich zwar bis Ende August in Grenzen gehalten.

Doch vor dem Hintergrund der in den letzten Wochen stark verschlechterten Marktentwicklung und der anhaltenden Konjunkturschwäche rechne Eon entgegen der ursprünglichen Erwartungen im Chemiebereich mit einem Betriebsergebnis, das "deutlich unter dem des Vorjahres" liegen wird.

Degussa habe auf diese Entwicklung mit einer Intensivierung der laufenden Umstrukturierungsmaßnahmen reagiert, teilte Eon mit. Ein zusätzliches Maßnahmenpaket sei verabschiedet.

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