Analystenerwartungen übertroffen
Nestlé steigert Reingewinn um 16 Prozent

Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat sich wieder einmal als konjunkturresistent erwiesen und den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 um 15,9 % auf 6,681 Mrd. sfr gesteigert.

Reuters VEVEY. Mit einer Nettomarge von 7,9 % erzielte der größte Nahrungsmittelhersteller der Welt einen neuen Rekordwert. Auch im laufenden Jahr will Nestle bei Gewinn und Umsatz weiter zulegen.

Der konsolidierte Umsatz betrug 84,70 (Vorjahr 81,42) Mrd. $, was einer Zunahmen in Franken um 4 % entsprach. Das Betriebsergebnis erreichte 9218 (Vorjahr 9186) Mill. sfr, was einer Marge von 10,9 % vom Umsatz entsprach.

Für Nestle ist das interne Realwachstum - das um Preisveränderungen, Übernahmen, Devestitionen und Wechselkurseffekte bereinigte Umsatzwachstum - eine wichtige Zielgröße. Das so definierte Wachstum betrug 4,4 % und übertraf damit deutlich die Zielgrösse von 4,0 %. Bei vergleichbaren Strukturen und konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz um 9,7 % gewachsen. Der Anstieg des Schweizer Frankens habe sich mit 4,7 % negativ auf das Wachstum niedergeschlagen. Preisänderungen und weitere Faktoren hätten 5,3 % zum Umsatzwachstum beigetragen.

Zum internen Realwachstum hätten insbesondere starke Fortschritte in Osteuropa beigetragen. Vor allem Russland, China, Indien und die Region Indochina hätten zweistellige Wachstumsraten erreicht. Das selbe gelte für das Wassergeschäft in den USA und in Deutschland. Das Augenheilgeschäft Alcon habe ebenfalls ein ausgezeichnetes Jahr erlebt und die Joint Ventures seien klar über dem Gruppendurchschnitt gewachsen.

Nestle gab zugleich die Übernahme des brasilianischen Schokoladeherstellers Garato bekannt. Das Unternehmen erzielte mit 2500 Mitarbeitern in zwei Fabriken einen Umsatz von etwas mehr als 310 Mill. sfr.

Gemäss dem Konsensus von Multex hatten Analysten mit einem Gewinnanstieg um 11,7 % auf 6,44 Mrd. sfr und einem Umsatz von 84,76 Mrd. sfr gerechnet. Vorbörslich war die Nestle-Aktie ein Prozent fester.

Die Übernahme vom Ralston Purina habe keine materiellen Auswirkungen auf das Ergebnis von 2001. Diese Übernahme und andere im Bereich Wasser und Speiseeis erhöhten aber die Nettoverschuldung der Gruppe auf 19,4 Mrd. sfr von 3,0 Mrd. sfr Ende 2000. Angesichts der soliden Mittelflussschöpfung von 8,614 (Vorjahr 8,851) Mrd. sfr bleibe die Finanzlage der Gruppe aber komfortabel.

Konzernchef Peter Brabeck zeigte sich laut der Nestle-Mitteilung zuversichtlich, dass das Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung auch 2002 wieder zu erreichen sei. Die wirtschaftliche Indikatoren würden auf eine allgemeine Beschleunigung in Nordamerika und Teilen Europas hindeuten. Daher erwarte das Unternehmen, im laufenden Geschäftsjahr sowohl im Umsatz wie auch beim Gewinn Fortschritte zu machen, hiess es weiter.

Für 2001 will Nestle eine Dividende von 6,40 (5,50) sfr ausschütten.

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