Analystenerwartungen wurden übertroffen
BASF sieht Aufschwung in weiter Ferne

Der gemessen am Umsatz weltgrößte Chemiekonzern BASF hat nach einem deutlichen Ergebnisanstieg im ersten Quartal nur einen verhaltenen Ausblick auf die weitere Geschäftsentwicklung vorgelegt.

Reuters LUDWIGSHAFEN. "Wir sehen keinen unmittelbaren wirtschaftlichen Aufschwung," erklärte der Konzern am Dienstag in seinem Bericht zum ersten Quartal. Strukturschwächen in wichtigen Volkswirtschaften würden weiterhin die Konjunktur belasten.

Hinzu komme die volatile Entwicklung der Preise für Energie und Rohstoffe. Das starke Geschäft des Auftaktquartals sei deshalb kein Indikator für die weitere Entwicklung in diesem Jahr. "Wir gehen davon aus, dass auch das Ende des Irak-Krieges noch keinen schnellen wirtschaftlichen Aufschwung nach sich ziehen wird," sagte Konzernchef Jürgen Strube. Eine konkrete Prognose für das Gesamtjahr 2003 legte BASF nicht vor. "Wir fahren weiter auf Sicht und werden schnell und flexibel reagieren," erklärte Strube.

In den ersten drei Monaten verdiente BASF dank guter Erträge in der Öl- und Gassparte und starker Chemiekaliengeschäfte operativ deutlich mehr als ein Jahr zuvor. Der Betriebsgewinn (Ebit) vor Sondereinflüssen legte um 15,4 Prozent auf 944 Mill. ? zu. Damit übertraf der Konzern die durchschnittlichen Schätzungen der von Reuters befragten Analysten, die im Schnitt mit 938 Mill. ? gerechnet hatten. "Unsere Zahlen belegen erneut, dass die BASF mit ihrer klaren Strategie auch in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erfolgreich bleibt", erklärte Strube, der im Mai nach der Hauptversammlung den Chefposten an Jürgen Hambrecht abgibt. BASF setzte im Auftaktquartal 8,832 Mrd. ? um nach 8,239 Mrd. ? ein Jahr zuvor. Unter dem Strich verdiente der Konzern 442 Mill. ?, das entspricht einem Rückgang von etwa einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahr. Grund seien insbesondere Erträge aus Wertpapierverkäufen im Vorjahresquartal.

Deutliche Zuwächse bei Umsatz und Betriebsgewinn verzeichnete der Konzern in seinem Chemikaliengeschäft. Grund sei die hohe Nachfrage bei Petrochemikalien, was auf einen erhöhten Lageraufbau angesichts der schwankungsreichen Rohstoffmärkte zurückzuführen sei. Kräftig stiegen auch Erträge und Umsatz im Bereich Öl und Gas. Grund sei der höhere Ölpreis, der aber nach Einschätzung des Konzerns nicht charakteristisch für die weitere Entwicklung im Jahr sei. Der Konzern kann auf der einen Seite im Öl- und Gasgeschäft von einem Anstieg des Ölpreises profitieren. Auf der anderen Seite lastet ein steigender Ölpreis aber auch auf den Rohstoffkosten des Konzerns.

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