Analystenkonferenzen
Wall Street eröffnet uneinheitlich

Bis 15.45 Uhr MESZ verliert der Dow-Jones-Index 0,15 % bzw 8,07 Stellen auf 10 903,87. Der S&P-500-Index legt minimal um 0,20 Zähler auf 1 256,02 zu und der technologielastige Nasdaq-Composite verbessert sich um 1,2 % bzw 24,41 Punkte auf 2 134,90.

Der Aktienmarkt kann aufatmen! Im Mai ist die Arbeitslosenquote auf 4,4 Prozent gesunken. Analysten hatten mit einem Anstieg der Quote auf 4,6 Prozent gerechnet. Unerwartet gering fiel auch der Verlust an Arbeitsstellen aus. Während Analysten einen Rückgang um 50.000 Stellen erwartet hatten, gingen tatsächlich nur 19.000 Stellen verloren. Im produzierenden Gewerbe wurden 124.000 Stellen abgebaut, dagegen konnte der Baubereich eine Erholung verzeichnen. Dort wurden im Mai 31.000 neue Stellen geschaffen.

Was Investoren ebenfalls interessieren wird, sind die Korrekturen der Arbeitsmarktdaten für den vergangenen April. So gingen statt der ursprünglich gemeldeten 223.000 nur 182.000 Stellen verloren. Was die durchschnittlichen Stundenlöhne betrifft, lagen diese mit einem Anstieg um 0,3 Prozent exakt im Rahmen der Erwartungen.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Notenbank die Zinssenkungsrunde beendet durch den Arbeitsmarktbericht erheblich gestiegen. Ein Gedanke, an den sich die Wall Street erst gewöhnen muss. Da aber bereits die letzte Zinsentscheidung die Märkten nicht in Euphorie versetzt hat, sondern eher erste Inflationsorgen angefacht hat, sollte es auch bei einem Ende der Zinssenkungen letztendlich doch den optimistischen Bullen gelingen, die Bären ins Aus schicken.

Dass die Lage keineswegs so schlecht ist wie die Stimmung, hat bereits vor einigen Tagen die unerwartete Erholung des Verbrauchervertrauens gezeigt. Auch die Stärke des US-Dollar zeigt, dass das Vertrauen in eine Wirtschaftserholung erheblich zugenommen hat.

Was die Research betrifft, übten sich die meisten Analysten im Vorfeld der Daten in Zurückhaltung. Überwiegend positive Ertragsnachrichten dürften für gute Laune sorgen. Mit einem kräftigen Plus sollten unter anderem die Aktien von Novellus Systems eröffnen. Das Management hat sich zwar skeptischer zu den Aussichten des dritten Quartals geäußert, die Erwartungen für das zweite Quartal jedoch bestätigt. Bemerkenswert ist, dass - wie auch bei Sun Microsystems und Tech Data - vor allem die internationalen Absatzmärkten nachgegeben haben.

Unerfreuliches mußte der Chiphersteller Altera berichten. So wird der Umsatz im zweiten Quartal 25 Prozent unter dem Niveau des ersten Quartals liegen. Das Management hatte bisher mit einem Einbruch 20 Prozent gerechnet, daher ist die Korrektur kaum schockierend, ruteilt Goldman Sachs. Die Grundaussage des Konzerns bleibt ansonsten gleich: Die aktuelle Geschäftsentwicklung lase sich nicht absehen. Die Hoffnung der Chip Industrie, dass im dritten Quartal keine Einbrüche mehr zu sehen, ist in der Tat bisher nur eine Hoffnung.

Zum Wochenausklang gibt es eine Reihe von Analystenkonferenzen. So wird sich neben DuPont auch der Dow Jones-Wert Wal-Mart Stores den Aktienexperten stellen.

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