Analystenprognosen deutlich verfehlt
US-Verbrauchervertrauen auf tiefstem Stand seit November

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat sich im Juli nach vorläufigen Erhebungen der Universität Michigan entgegen der Erwartungen von Analysten eingetrübt.

Reuters NEW YORK. Der entsprechende Index fiel kräftig auf 86,5 Punkte von 92,4 Punkten im Juni und erreichte damit den tiefsten Stand seit November 2001, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete. Volkswirte hatten dagegen im Schnitt einen leichten Anstieg auf 92,8 Punkte vorausgesagt.

Der von Anlegern und Volkswirten stark beachtete Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, das die Stimmung und das Kaufverhalten der Verbraucher in Voraus anzeigt. Die Konsumausgaben machen rund zwei Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung der USA aus.

Den Angaben aus Finanzkreisen zufolge fiel der Index der gegenwärtigen Bedingungen, der die Einschätzung der aktuellen finanziellen Situation der Verbraucher widergibt, im Juli auf 99,0 (Vormonat 99,5) Punkte. Der Index der Erwartungen für die nächsten zwölf Monate ging auf 78,5 (87,9) Zähler zurück. Die Indizes beruhen auf einer telefonischen Umfrage unter rund 500 US-Bürgern. Die am Freitag vorgelegten vorläufigen Daten spiegeln das Ergebnis von etwa 250 dieser Befragungen wider.

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