Analystenprognosen übertroffen: Nokia machte auch 2001 Milliarden-Gewinn

Analystenprognosen übertroffen
Nokia machte auch 2001 Milliarden-Gewinn

Der weltgrößte Mobiltelefon-Hersteller Nokia hat im vierten Quartal 2001 weniger verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum, aber die Analystenprognosen übertroffen. Für das erste Quartal sagte das Unternehmen am Donnerstag bei Vorlage der Zahlen noch einen schwächeren Umsatz und Gewinn voraus, erwartet aber eine Verbesserung des Marktumfeldes im Laufe des Jahres.

Reuters HELSINKI. Die Nokia-Zahlen wurden von Analysten positiv bewertet. Die Nokia-Aktien legten fast acht Prozent auf 26,41 Euro zu.

Nokia teilte mit, der Pro-Forma-Gewinn sei im vierten Quartal auf 1,63 Mrd. Euro vor Steuern von 1,77 Mrd. Euro im Vergleichszeitraum gesunken. Der Pro-Forma-Gewinn je Aktie sei auf 0,24 Euro gefallen nach 0,25 Euro ein Jahr zuvor. Der Quartalsumsatz ging auf netto 8,79 Mrd. Euro von 9,28 Mrd. Euro zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten den Pro-Forma-Gewinn vor Steurn mit 1,375 Mrd. Euro, den Gewinn je Aktie mit 0,20 Euro und den Umsatz mit 8,52 Mrd. Euro prognostiziert.

Nokia erwartet im ersten Quartal einen zum Vorjahreszeitraum geringeren Pro-Forma-Gewinn je Aktie von 0,15 bis 0,17 Euro. Im ersten Quartal 2001 hatte Nokia noch einen Gewinn je Aktie von 0,22 Euro erwirtschaftet. Der Konzern geht aber nach eigenen Angaben von einer Verbesserung des Marktumfelds im Gesamtjahr aus. "Nokia rechnet damit, dass sich die Marktbedingungen im Laufe des Jahres 2002 verbessern," hieß es in der Mitteilung weiter. Nach Nokia-Angaben enthalten die Pro-Forma-Zahlen weder Sonderposten noch Abschreibungen auf Firmenwerte.

Analysten bewerteten die vorgelegten Zahlen weitgehend positiv. "Insgesamt sind das ziemlich gute Zahlen. Das ist ein starkes Ergebnis für das abgelaufene Quartal", sagte Fondsmanager Simon Kirton von Aberdeen Asset Management. "Eine leichte Enttäuschung ist die Tatsache, dass Nokia sagt, ihr Umsatz werde im ersten Quartal um bis zu zehn Prozent sinken", kommentierte Analyst Mika Paloranta von Nordea Securities.

Am Mittwoch hatte bereits US-Konkurrent Motorola seine Unternehmenszahlen vorgelegt und dabei erneut Verluste ausgewiesen. Auch für die schwedische Ericsson, die ihre Handy-Geschäft in eine Kooperation mit Sony eingebracht hat, erwarten die Experten rote Zahl. Ericsson will am Freitag ihre Ergebnisse mitteilen.

Hinter Nokia als Branchenprimus - mehr als jedes dritte verkaufte Handy stammt von Nokia - liegt Motorola mit einem Weltmarktanteil von rund 17 % auf Platz zwei vor SonyEricsson.

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