Analystenschätzungen weit übertroffen
Hoher Auftragseingang bei langlebigen Gütern

Der Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA ist im Juli überraschend deutlich gewachsen.

vwd WASHINGTON. Gegenüber dem Vormonat ergab sich ein Plus von 8,7 Prozent auf 179,74 Mrd. US-Dollar. Damit wurde der höchste Anstieg seit Oktober 2001 verzeichnet. Analysten hatten im Durchschnitt hingegen mit einem Anstieg von lediglich 1,3 Prozent gerechnet. Wie das Handelsministerium am Dienstag weiter berichtet, wurde der Juni-Wert allerdings auf minus 4,5 (vorläufig: minus 3,8) Prozent nach unten revidiert.

Der Anstieg des Auftragseingangs darf Beobachtern zufolge angesichts des deutlichen Abschlags des Vormonats aber auch nicht überbewertet werden. Dieser wurde für Juni vorläufig mit minus 3,8 Prozent angegeben, anschließend auf minus 4,1 Prozent revidiert, um nun nochmals auf minus 4,5 Prozent korrigiert zu werden. Zugleich könne der Zuwachs aber durchaus als Indiz interpretiert werden, dass die erwartete wirtschaftliche Erholung in den USA nun doch an Fahrt gewinnt.

Zunahmen bei den Orders wurden in fast allen Bereichen verzeichnet, mit Ausnahme der Aufträge in den Sektoren Verteidigungsgüter und elektronische Ausrüstungen. Die Aufträge im Transportsektor zogen um 20,8 Prozent an, ausgelöst vor allem durch ein kräftiges Plus bei zivilen wie Militärflugzeugen. Die Orders für Kfz und Teile kletterten um 7,5 Prozent, während sich jene für militärische Investitionsgüter um 14,3 Prozent verringerten, nachdem im Vormonat noch ein Anstieg um 18,2 Prozent gemeldet worden war.

Im zivilen Bereich wurde bei Investitionsgütern ein Orderplus von 13,5 Prozent registriert, nach minus 9,6 Prozent im Juni. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der schwachen Unternehmensinvestitionen, die maßgeblich zum Abschwung der US-Konjunktur beigetragen hatten, ein gutes Zeichen, urteilen Volkswirte.

Der unerwartet hohe Anstieg der Auftragseingänge bei langlebigen Gütern dürfte auch die in den Märkten verbreitete Erwartung dämpfen, dass sich die US-Notenbank Federal Reserve noch zu einer weiteren Zinssenkung entschließen könnte.

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