Analystenstudie
ABN Amro: EM-TV "verkaufen"

Die Analysten der ABN Amro reagierten auf die aktuellen EM-TV-Unternehmensnachrichten mit der Abstufung des Nemax-50-Titels.

dpa/afx AMSTERDAM. Die Analysten der ABN Amro haben die Aktien des im Nemax 50 notierten Filmlizenzhändlers EM-TV auf "Verkaufen" abgestuft. Begründet wurde dies mit der am Freitag publizierten Gewinnwarnung des Münchner Unternehmens für das gesamte Geschäftsjahr, hieß es in einer am Montag in Amsterdam veröffentlichten Studie.

EM-TV rechnet für das Jahr 2000 mit einem EBIT von 25,6 Mill. Euro, ABN Amro sei von 285,5 Mill. Euro ausgegangen. Zudem werde die Kirch-Gruppe bei EM-TV einsteigen. Kirch übernehme nach einer Kapitalerhöhung 16,74 % der Anteile und zudem knapp 8 % der Stimmrechte von Firmengründer Thomas Haffa. EM-TV Firmenchef Florian Haffa, der Bruder von Thomas Haffa, trat am Wochenende von seinem Posten zurück.

Außerdem wolle EM-TV gemeinsam mit der Kirch-Gruppe den bisherigen Anteil an der Formel Eins um weitere 25 % aufstocken. EM-TV hielte über die Formel Eins-Beteiligungsholding SLEC bereits einen 50 %-Anteil, von dem am Montagvormittag 49 % für 550 Mill. Euro an die Kirch-Gruppe verkauft wurden. Zwischen EM-TV und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bestehe eine Vereinbarung, wonach EM-TV weitere 25 % an der Formel-1-Holdinggesellschaft für 982 Mill. US-$ übernehmen kann. Diese Vereinbarung habe nun für EM-TV einen negativen Wert von 417,8 Mill. US-$, hieß es in der Analystenstudie.

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