Anbieter berechnen allerdings Wechselgebühren
Die Handy-Nummer fürs Leben

Die seit 1. November mögliche so genannte Rufnummernportabilität soll für mehr Wettbewerb auf dem Mobilfunkmarkt sorgen. Experten rechnen dadurch in den nächsten fünf Jahren mit fünf bis zehn Prozent mehr Wechslern.

HB/dpa STUTTGART. "Die Hürde zu wechseln wird niedriger", sagt Axel Burkert vom Mobilfunk-Verbraucherberater Xonio. Die bisher notwendige Änderung der Nummer sei ein Hemmschuh gewesen. "Eine neue Handy- Rufnummer ist kein Spaß."

T-Mobile und E-Plus berechnen bei einem Wechsel zu einem anderen Anbieter für die Mitnahme der Nummer je 24,95 ?, O2 (ehemals Viag Interkom) 22,50 ?. Vodafone hat die Höhe der Gebühren noch nicht bekannt gegeben. Eine Festlegung der Regulierungsbehörde hierzu gibt es nicht. Allerdings rechnen Marktbeobachter damit, dass der neue Anbieter mit einem Gesprächsguthaben einen Ausgleich für die Gebühr schafft. Die Mitnahme der Nummer müssen Handy-Kunden bei ihrem neuen Netzbetreiber beantragen.

Hinter der Rufnummernportabilität steckt eine komplizierte Technik, die bei T-Mobile, E-Plus und O2 vom französischen Telekom - Ausrüster Alcatel geliefert wird. Bei Kurznachrichten (SMS) oder Telefonieren mit im Voraus bezahlter Karte (Prepaid) muss schon beim Aufbau des Anrufs in Echtzeit erkannt werden, in welchen Netzen telefoniert wird, damit der richtige Preis berechnet werden kann. Früher konnten die Netzcomputer dies allein an der Vorwahl erkennen. Jetzt kommen auch so genannte Signalisierungs-Großrechner und riesige Datenbanken zum Einsatz. Nach Alcatel-Angaben hat die Aufrüstung der Systeme für die drei Netzbetreiber insgesamt etwa ein Jahr gedauert.

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