Anbieter verweisen auf steigende Kerosinpreise
Ferienflieger wollen Preise um bis zu zehn Prozent erhöhen

Urlauber müssen für ihre Flugreise in der Wintersaison vermutlich mehr bezahlen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Samstag berichtete, hat nach den Ferienfliegern LTU und Air Berlin auch Hapag Lloyd Preiserhöhungen für die Wintersaison 2001/2002 angekündigt.

dpa OSNABRÜCK. Der Pressesprecher von Hapag Lloyd, Wolfgang Huber, sagte der Zeitung, dass sie aber unter der von den beiden Mitbewerbern genannten Größenordnung von 8 bis 10 Prozent liegen werden. Huber begründete dies mit dem Kerosinpreis, der sich "auf einem sehr hohen Niveau eingependelt hat und mit dem hohen Dollarkurs". Höhere Flugpreise müssten aber nicht zwangsweise zur Verteuerung der Pauschalreisen führen: "Vielleicht bleiben die Kunden durch geschickte Kalkulation der Veranstalter auch diesmal wieder weitgehend ungeschoren," meinte er.

Auch Robin Zimmermann, Sprecher der TUI, deren Hauptcarrier Hapag Lloyd ist, sagte, dass "Preiserhöhungen, die faktisch am Markt existieren, nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden." So seien die Flugpreiserhöhungen zur Sommersaison zum Beispiel durch günstige Verträge mit den Hotels zu einem großen Teil beim Verbraucher nicht angekommen. Zimmermann räumte aber ein, "dass sich dieses Rad nicht unendlich weiterdrehen lässt".

Die Sprecherin des Kölner Veranstalters ITS, Anette Forre, vertrat nach dem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" die Auffassung, dass "bei der Pauschalreise das Ende der Preisspirale nach unten insgesamt erreicht ist."

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