Anbieter von E-Learning-Produkten einer vielversprechenden Zukunft entgegen: Hoffen auf den E-Learning-Boom

Anbieter von E-Learning-Produkten einer vielversprechenden Zukunft entgegen
Hoffen auf den E-Learning-Boom

Computergestütztes Lernen soll nach Expertenmeinung deutlich wachsen. Die Zahl der E-Learning-Anbieter steigt, der Markt ist schon jetzt schwer durchschaubar.

Lernen per Knopfdruck ist mehr als nur ein Trend. Dem Markt für E-Learning werden rasante Zuwachsraten prophezeit. Das amerikanische Marktforschungsinstitut International Data (IDC) hat prognostiziert, dass der Anteil des E-Learning an den gesamten Weiterbildungsaktivitäten von US-Unternehmen von 23 Prozent im Jahr 1998 auf 65 Prozent im Jahr 2004 steigen wird. Nach Angaben von Merrill Lynch soll sich das Volumen in diesem neuen Marktsegment dann auf 12 Milliarden Dollar belaufen. Schon jetzt gilt hier das computergestützte Lernen als eines der größten Wachstumsfelder im Internet. Auch der westeuropäische Markt wird nach IDC-Berechnungen eine Blütezeit erleben. Er soll von derzeit 320 Millionen Dollar auf 3,9 Milliarden Dollar wachsen.

Kein Wunder, dass sich langsam auch in Deutschland eine Goldgräberstimmung breit macht. Für die Qualifizierung ihrer Mitarbeiter geben Unternehmen nach Angaben des Instituts der Deutschen Wirtschaft jährlich fast 35 Milliarden DM aus, Tendenz steigend. Aber nicht nur im Business-to-Business-Bereich sehen Anbieter von E-Learning-Produkten einer vielversprechenden Zukunft entgegen. Auch die Consumer-Zielgruppen melden einen wachsenden Bedarf an. "Enormes Wachstum" durch die Zielgruppe Schüler erhofft sich Christian Mager. Mager ist Geschäftsführer eines neuen Lern- und Nachhilfeportals, das im Sommer an den Start gehen soll. Mit dieser Eigengründung verfolgt die Holtzbrinck Networxs AG eine klare Strategie. Vorstand Helmar Hipp will "die Etablierung im E-Learning-Markt."

Was sich die Corporate-Venture-Gesellschaft der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und der Landesbank Baden-Württemberg zum Ziel gesetzt hat, strebt auch eine fast schon unübersichtliche Anzahl anderer Unternehmen an. Allein auf der Karlsruher Kongressmesse für Bildungs- und Informationstechnologie Learntec präsentierten Ende Januar rund 300 Dienstleister und Hochschulen ihre Lösungen. "Der ganze Bereich ist in den letzten Jahren explodiert", sagt Prof. Dr. Winfried Sommer, wissenschaftlicher Leiter der Learntec. Dass die Veranstalter in diesem Jahr die Ausstellerfläche im Vergleich zum Vorjahr gleich verdoppeln mussten, bestätigt seine Aussage.

Um dem zunehmenden Wettbewerb die berühmte Nasenlänge voraus zu sein, gehen die Unternehmen immer häufiger Kooperationen ein. Nach dem Motto "Gemeinsam sind wir stark" haben sich unter der Federführung der Medialine GmbH sechs E-Learning-Firmen zu einem Unternehmensverbund zusammengeschlossen. Die neugegründete Holding Digital Spirit entwickelt interaktive E-Learning-Programme und Intranet/Internet-Plattformen für Unternehmen. Die Gruppe will jährlich um 75 Prozent wachsen und hat den Börsengang für das kommende Jahr geplant.

Unterstützung erhält die Branche zudem von unverhoffter Stelle. Die Bundesregierung hat E-Learning zur Staatssache erklärt. Mit ihrem E-Government-Programm "Bund Online 2005" hat sich die Koalition verpflichtet, bis zum Jahr 2005 alle internetfähigen Dienstleistungen der Bundesverwaltung online anzubieten. Interaktives Fortbildungssystem für die Bundesverwaltung heißt das Projekt, das den Gesamtprozess optimieren soll.

Erfolg auf hoher Ebene hatte auch www.akademie.de. Der Berliner Anbieter, mit mehr als 50 E-Learningkursen im Programm, konnte durchsetzen, dass die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales und Frauen einen Online-Workshop als Bildungsurlaub anerkannte. Der Workshop zum Thema Web-Site-Konzeption dauert acht Wochen, die Teilnehmer können pro Woche einen Tag Bildungsurlaub nehmen.

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