Anbieter von Mobilfunklösungen strebt an den Neuen Markt
Funkwerk will mit Börsenerlös europaweit wachsen

HB MÜNCHEN. Die Funkwerk AG, ein Spezialanbieter von Mobilfunksystemen für Züge und Automobile, strebt nach eigenen Angaben die Marktführerschaft in Europa an. Dazu solle der Erlös aus dem anstehenden Börsengang investiert werden, betonte Hans Grundner, Vorstandsvorsitzender von Funkwerk, gegenüber dem Handelsblatt. Der erwartete Mittelzufluss von bis zu 48 Mill. EUR werde in den Ausbau internationaler Aktivitäten sowie in strategische Kooperationen gesteckt, kündigte Grundner an.

Konsortialführer ist die BHF-Bank, im Konsortium sind die GZ-Bank und die Schmidt-Bank. Die BHF-Analysten veranschlagen die faire Bewertung für Funkwerk auf 20,20 EUR bis 24,20 EUR je Aktie. In diesem Rahmen könnte sich auch die Bookbuildingspanne bewegen, sagte Grundner.

Derzeit hält die Hörmann-Gruppe, eine mittelständische Beteiligungsgruppe aus der Nähe von München, fast alle Anteile an Funkwerk. Das Paket wird im Zuge des IPO auf etwa 63 % zusammen schmelzen. Hörmann ist 1993 bei Funkwerk, einem ehemaligen DDR-Betrieb, eingestiegen. Funkwerk unterhält Produktionsstätten am Firmensitz in Kölleda/Thüringen sowie in Dabendorf südlich von Berlin. Insgesamt werden derzeit 280 Mitarbeitern beschäftigt.

Das Funkwerk-Geschäft steht auf zwei Beinen. Zum einen werden Mobilfunk-Lösungen für Verkehrsbetriebe angeboten, insbesondere für die Deutsche Bahn. Dabei werde Funkwerk von der bereits beschlossenen Einführung eines europaweiten Standards (GSM-R) für die Eisenbahn profitieren, sagte Grundner. Funkwerk, das sich als Technologieführer bezeichnet, liefert und entwickelt dabei Betriebszentralen für den betrieblichen Funkverkehr. Das zweite Standbein sind Mobilfunklösungen für die Automobilbranche.

Bis 2003 wird mit einen jährlichen Wachstum von etwa 28 % gerechnet. 2000 werden 37,5 Mill. EUR umgesetzt, 2003 sollen es 80 Mill. EUR sein. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll 2000 bei 3,8 Mill. EUR liegen und bis 2003 auf 11,5 Mill. EUR steigen. Die BHF-Bank weist auf die hohe Abhängigkeit von der Auto- und Bahnindustrie hin.

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