Andere Erreger richten größere Schäden an
Experten vermuten Rechtsradikale hinter Milzbrand-Anschlägen

"Ein an Massenmord interessierter Terrorist dürfte Milzbrand uninteressant finden", meint Oliver Thränert vom Deutschen Institut für internationale Politik und Sicherheit.

dpa BERLIN. Die Serie von Milzbrand-Anschlägen in den USA hat nach Meinung deutscher Experten vermutlich eher einen rechtsradikalen Hintergrund. "Die Anwendung von Milzbrand passt nicht in die Signatur des (Terroristenführers Osama) bin Laden", sagte am Dienstagabend Oliver Thränert vom Deutschen Institut für internationale Politik und Sicherheit in Berlin. "Ein an Massenmord interessierter Terrorist dürfte Milzbrand uninteressant finden."

"Milzbrand tötet nicht in großem Ausmaß", betonte auch der Leiter des Berliner Robert-Koch-Instituts, Reinhard Kurth. Mit solchen Krankheitserregern könne man aber sehr wohl "Unruhe, Angst bis Panik" in ein Land bringen. Allerdings gebe es andere Erreger, mit denen größerer Schaden angerichtet werden könne.

Nach Ansicht Kurths dürfte es sehr schwer sein, den Weg der Milzbrand-Erreger zurückzuverfolgen. «Dutzende Labors, deren Zahl niemand gezählt hat, haben in den vergangenen Jahrzehnten Bakterienstämme hin und her geschickt.» Die Berichte aus den USA legten nahe, dass nur ein Milzbrand-Stamm verwendet wurde, was auf eine einzige Quelle hindeute.

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