Andersen unter Druck
Enron muss Milliarden abschreiben

Der pleite gegangenen US-Konzern Enron Corp. ist mindestens 14 Mrd.$ weniger wert als die Gläubigerbanken bisher angenommen hatten. Es könnten sogar zusätzliche Abschreibungen bis zu 24 Mrd.$ nötig sein, teilte das Unternehmen am Dienstag in einem Bericht an die US-Wertpapier-Aufsicht SEC mit.

hus NEW YORK. Die Wertberichtigungen seien auf Grund möglicher Unregelmäßigkeiten in der Wirtschafts-Prüfung nötig, so Enron. Das wäre ein schwerer Rückschlag für die Gläubigerbanken des Enron-Konzerns. Zudem würde sich die Position von Enrons früherer Wirtschaftsprüfer-Gesellschaft Andersen deutlich verschlechtern. In einem Strafverfahren vor einem Bundesgericht in Houston muss sich die Firma ab dem 6. Mai wegen der Vernichtung maßgeblicher Dokumente verantworten. Bisher hatte Andersen erklärt, die Fehler in der Prüfung beschränkten sich auf überhöht ausgewiesene Gewinne.

In seinem SEC-Bericht warnt jetzt der Enron-Konzern: "Keine Partei sollte sich auf vor dem Konkurs veröffentlichte Bilanz-Zahlen verlassen". Das Unternehmen, das sich von Andersen getrennt hat, muss derzeit ohne Wirtschafts-Prüfungsgesellschaft auskommen. Enron gesteht in dem SEC-Bericht ein, dass es sich bei den neu fällig gewordenen Abschreibungen um grobe Schätzungen handelt.

Der Bericht wurde unter Mitarbeit der Gläubigerbanken erstellt. Der kommissarische Firmenchef von Enron Stephen Cooper sagte, das Unternehmen können nur dann als kleinere Einheit fortbestehen, wenn seine echte Finanzlage voll offengelegt werde.

Quelle: Handelsblatt

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