Anfangs fehlte Aggressivität
Dämpfer für deutsche Wasserballer

Die Italiener waren für die nach zwei Siegen auf Medaillen-Appetit gekommenen deutschen Wasserballer dann doch eine Nummer zu groß. Dennoch geben die Mannen von Bundestrainer Hagen Stamm ihren Traum noch nicht verloren.

HB ATHEN. Die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) kassierte am Donnerstag bei den Olympischen Spielen in Athen beim 5:10 (0:2, 2:1, 2:3, 1:4) die erste Niederlage im dritten Spiel. Mit 4:2 Punkten liegt das deutsche Team gleichauf mit den Italienern aber weiter aussichtsreich im Rennen um den Einzug ins Viertelfinale. Dafür ist in Gruppe B mindestens Platz drei unter sechs Teams nötig.

"Wir haben eins von drei Endspielen verloren, aber die Tür ist immer noch sehr weit offen. Wir müssen nur durchgehen, am liebsten gegen Spanien", sagte Stamm. Auf das Duell mit dem Ex-Weltmeister am Samstag sind die deutschen Spieler besonders heiß, weil es eine böse Vorgeschichte hat. Beim vorolympischen Turnier in Budapest war Deutschlands Center Thomas Schertwitis von den Iberern schwer verletzt worden. "Er ist von vier Spaniern verprügelt worden. Sie haben ihm mit der Faust die Lippe gespalten. Sie musste mit zehn Stichen genäht werden", berichtete Stamm: "Da ist noch eine Rechnung offen." Die Spanier besiegten am Donnerstag Australien mit 8:4 und haben damit nach dem 3. Spieltag ebenfalls 4:2 Punkte auf dem Konto.

Gegen Italien fehlte anfangs die Aggressivität. Gegen den WM- Zweiten leisteten sich die Deutschen einen kapitalen Fehlstart (0:3). Nur im dritten Viertel schnupperten sie kurzfristig an einer Überraschung, als der Cannstatter Heiko Nossek zum 3:3 und 4:5 traf. "Da dachte ich, wir können noch gewinnen. Aber die Abwehr war heute unser Schwachpunkt", meinte Nossek, der mit insgesamt drei Treffern bester deutscher Schütze war. Außerdem trafen noch die Berliner Marc Politze und Patrick Weissinger. "Die Niederlage ist ein Dämpfer, vor allem in der Höhe. Aber noch ist alles möglich", sagte Nossek.

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