Anfechtung des Urteils nicht ausgeschlossen
Moskauer Gericht lehnt Verbot der "Zeugen Jehovas" ab

dpa MOSKAU. Ein Moskauer Stadtgericht hat am Freitag den Antrag der Staatsanwaltschaft auf ein Verbot der örtlichen Organisation der "Zeugen Jehovas" abgelehnt. Die Staatsanwaltschaft warf der umstrittenen Religionsgemeinschaft unter anderem Anstiftung zu religiösem Hass und die Zerstörung von Familien vor. Die Praktiken der "Zeugen Jehovas" verletzten die russische Verfassung, das Gesetz über die Gewissensfreiheit und andere Rechtsnormen.

Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche erklärten, der Prozess gehe nicht auf ihr Betreiben zurück. Die "Zeugen Jehovas", die seit dem Ende der Sowjetunion eine umfangreiche Missionstätigkeit entfaltet haben, seien jedoch "ziemlich gefährlich", sagte Vater Wsewolod Tschaplin vom Moskauer Patriarchat.

Richterin Jelena Prochorytschewa entschied, den Antrag auf Auflösung und Verbot der Hauptstadtorganisation der Sekte abzulehnen. Sie legte den Klägern die Kosten des Verfahrens auf. Die Staatsanwaltschaft schloss eine Anfechtung des Urteils nicht aus.

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