Anfechtung vor dem Europäischen Gerichtshof möglich
EU wird Millionen-Bußgeld gegen Daimler verhängen

Die EU-Kommission wird in der kommenden Woche gegen den Stuttgarter Daimler-Chrysler-Konzern ein Millionen-Bußgeld wegen Behinderung des grenzüberschreitenden Autoverkaufs verhängen. Das Strafgeld werde unter der Rekordsumme von 202 Mill. DM (103 Mill. ?) gegen VW aus dem Jahr 1998 liegen, hieß es am Mittwoch in Kreisen der EU-Kommission in Brüssel. Möglich sei ein Betrag in der Spanne von 80 Mill. bis etwa 180 Mill. DM.

dpa-afx BRÜSSEL. "Es wird eine seriöse Geldstrafe geben", hieß es in Brüssel. Die Kommission habe das seit 1999 laufende Kartellverfahren gegen Daimler-Chrysler abgeschlossen und bereite ihre Entscheidung für den 10. Oktober vor.

Daimler-Chrysler ohne Gesamtstrategie zur Marktabschottung

Im Gegensatz zu VW könne bei Daimler-Chrysler aber nicht von einer Gesamtstrategie zur Marktabschottung gesprochen werden. Nach EU-Regeln dürfen Autokäufer nicht daran gehindert werden, ihren Wagen in einem anderen EU-Land preisgünstig zu erwerben.

Die Kommission wirft dem Stuttgarter Konzern unter anderem vor, in der zweiten Hälfte der 90'er Jahre in Belgien die Gewährung von Rabatten für Mercedes-Autos im größeren Stil verhindert zu haben.

VW hatte damals systematisch deutsche Kunden am Kauf preisgünstiger VW-Autos in Italien gehindert. Das Rekordstrafgeld gegen VW war später von Europäischen Gerichtshof (EuGH) auf 176 Mill. DM verringert worden. Auch Daimler-Chrysler hätte nach einer Entscheidung Möglichkeit, sie vor dem Luxemburger Gericht anzufechten.

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