Anfragen aus allen neuen Bundesländern
Waschkörbeweise Bewerbungen für neue Stellen bei VW

Nach dem Tarifabschluss über mindestens 3500 neue Arbeitsplätze bei Volkswagen werden der Autokonzern und die zuständigen Arbeitsämter mit Bewerbungen von Arbeitssuchenden überschwemmt. "Bei unserer Personalabteilung gehen die Bewerbungen waschkörbeweise ein", sagte ein VW-Sprecher am Donnerstag.

Reuters WOLFSBURG. Der Autokonzern hatte bereits vor dem Abschluss am Dienstag rund 10 000 Anfragen für die neuen Arbeitsplätze im Werk Wolfsburg. Die Erwartungen des Konzerns von bis zu 40 000 Bewerbern erweise sich als überaus realistisch. Die Arbeitsämter Wolfsburg und Gardelegen im angrenzenden Sachsen-Anhalt berichteten ebenfalls von zahllosen Anfragen, insbesondere auch aus ganz Ostdeutschland.

Mit dem Tarifmodell "5000 mal 5000" sollen 3500 Stellen in Wolfsburg und möglicherweise 1500 weitere in Hannover geschaffen werden. Gezahlt wird ein Einheitslohn von 5000 Mark zuzüglich Sonderzahlungen als Leistungsprämie und Gewinnbeteiligung. Bei einer durchschnittlichen 35-Stunden-Woche liegt die Zahlung unter dem günstigeren VW-Haustarifvertrag.

"Die Telefone stehen nicht mehr still", hieß es bei den zuständigen Arbeitsämtern in Wolfsburg und Gardelegen, an die VW sämtliche Bewerber verweist. Insbesondere in Ostdeutschland sei das Interesse groß. Anfragen kämen aus allen neuen Bundesländern von Rostock bis Zwickau.

Das Auswahlverfahren für die 3500 Arbeitskräfte, die in Wolfsburg vom Oktober 2002 an in einer eigenständigen Auto 5000 GmbH einen neuen Minivan produzieren sollen, beginnt nach VW-Angaben erst im nächsten Frühjahr. Eingestellt werde frühestens in der zweiten Jahreshälfte.

Vorher werden jedoch für die Vorbereitung der Produktion bereits 120 Betriebsingenieure und Fachkräfte gesucht. Diese sollen bereits von Oktober an ausgewählt werden. Ein Teil von ihnen werde später zusätzlich zu den 3500 Beschäftigen in die Auto 5000 GmbH zu den neuen Tarifbedingungen übernommen. Die Betriebsingenieure, denen Führungsaufgaben zukämen, würden möglicherweise in eine andere VW-Tochter wechseln, sagte der VW-Sprecher.

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