Angabe von bis zu 136 000 Opfern bis 2040 sei verfrüht
Britische Regierung weist Studie über Creutzfeld-Jakob-Krankheit zurück

Das Gesundheitsministerium tadelt Experten der Universität Oxford. Derzeit seien genaue Prognosen nicht möglich, sagte ein Sprecher.

dpa-afx LONDON. Die britische Regierung hat die Ergebnisse einer neuen Studie mit Vorhersagen über mögliche Todesfälle durch eine neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit als verfrüht bezeichnet. Derzeit könnte die Forschung noch keine genauen langfristigen Angaben über Todesfälle in Folge der Krankheit machen, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Londoner Gesundheitsministeriums. Es handele sich lediglich um eine weitere Studie. Experten der Universität Oxford hatten am Mittwoch neue Forschungsergebnisse vorgestellt, nach denen bis zum Jahr 2040 im ungünstigsten Fall 136 000 Menschen an der tödlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit erkranken und sterben könnten.

Die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit steht möglicherweise mit der als Rinderwahnsinn bekannten Tierkrankheit BSE im Zusammenhang. Laut der Studie sind die Übertragungsbarrieren größer, als gemeinhin angenommen. Vorherige Studien gingen langfristig von 500 000 möglichen Krankheitsfällen bei Menschen aus, berichtete der "Telegraph". Die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit entsteht vermutlich durch entartete Prionen, körpereigene Eiweißverbindungen im Gehirn. Aus ungeklärter Ursache verändern die Prionen ihre Struktur und lagern sich im Gehirn ab. Dadurch werden die Gehirnzellen bei der Erkrankung immer weiter zerstört. Zurück bleibt eine schwammartig durchlöcherte Hirnmasse. Bisher gibt es weder einen Impfstoff noch eine wirksame Therapie.

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