Angeblich alle Ziele getroffen und schwer beschädigt
Alliierte Flugzeuge greifen Abwehrstellungen im Irak an

Nach zahllosen irakischen Provokationen haben die Alliierten ihre Vergeltungsschläge gegen das Regime von Saddam Hussein am Freitag intensiviert. Mehr als 50 Flugzeuge hätten drei irakische Abwehrstellungen in der südlichen Flugverbotszone angegriffen, berichteten US-Medien unter Berufung auf das Pentagon. Die Maschinen, darunter 20 Kampfjets, seien unbeschadet zum Stützpunkt zurückgekehrt. Ein Teil der Flugzeuge war vom US-Flugzeugträger "Enterprise" aus gestartet, der im Persischen Golf liegt.

dpa WASHINGTON. Nach einer ersten Einschätzung des Pentagons wurden alle Ziele getroffen und schwer beschädigt, berichteten die Medien. Ziel der Angriffe sei es gewesen, die Fähigkeit der Iraker, alliierte Flugzeuge anzugreifen, erheblich zu reduzieren. Die Maschinen griffen ein Kommunikationszentrum, eine Radarstellung und eine Basis für Land-Luft-Raketen an. Die Amerikaner hätten Präzisionsmunition und mit Lasern bestückte Bomben eingesetzt.

US-Präsident George W. Bush sei unterrichtet worden, hieß es. Der Umfang der Aktion habe aber keine vorherige Genehmigung des Präsidenten erforderlich gemacht

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Wiederholte Provokationen der irakischen Flugabwehr

Die Alliierten reagierten damit auf wiederholte Provokationen der irakischen Flugabwehr. In den vergangenen Wochen waren Flugzeuge der Alliierten, welche die Flugverbotszonen im Norden und Süden des Landes kontrollieren, mehrfach angegriffen worden. Ein amerikanisches U-2-Aufklärungsflugzeug war Ende Juli fast getroffen worden. Amerikaner und Briten reagierten immer mit einzelnen Vergeltungsschlägen. Erst am Dienstag wurde eine Flugabwehrstellung in der nördlichen Flugverbotszone bombardiert, nachdem die alliierten Flugzeuge angegriffen worden waren.

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte vergangenen Woche beklagt, dass der Irak seine Luftabwehr stark verbessert habe. Dadurch seien die Maschinen der USA und Großbritanniens, die in den beiden irakischen Flugverbotszonen patrouillieren, erhöhten Gefahren ausgesetzt. Die Verbotszonen sollen im Norden des Iraks die Kurden und im Süden die Schiiten schützen, die sich gegen das Saddam-Regime in Bagdad aufgelehnt hatten.

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