Angeblich auch bei Texas Instruments Stellenabbau
Kodak streicht bis zu 3 500 Stellen

Der Arbeitsplatzabbau bei den großen US-Technikfirmen setzt sich fort: Am Dienstag kündigte der Fotokonzern Eastman Kodak an, wegen der schlechteren Konjunkturlage bis zu 3 500 Stellen zu streichen.

afp/dpa NEW YORK/ROCHESTER. Der Arbeitsplatzabbau belastet das Unternehmensergebnis von Kodak vor allem im zweiten Quartal 2001 mit bis zu 450 Mill. US-$ (bis zu 1 Mrd. DM).

Im ersten Quartal 2001 hat Eastman Kodak einen Gewinn je Aktie in Höhe von 52 US-Cent eingefahren, verglichen mit 93 Cent im Vorjahresquartal. Im selben Zeitraum schrumpfte der Umsatz von 3,095 Mrd. US-$ auf 2,975 Mrd. US-$, teilte der Hersteller von Produkten zur Bildreproduktion am Dienstag in Rochester (Bundesstaat New York) mit. Eastman Kodak verzeichnete im ersten Quartal zudem einen Rückgang des Betriebsgewinn von 456 Mill. US-$ im vergangenen Jahr auf 262 Mill. US-$ in diesem Jahr. Der Reingewinn belief sich auf 150 Mill. US-$, nach 289 Mill. US-$ in 2000.

Kodak zieht Gewinnprognose zurück

Restrukturierungsmaßnahmen sollen dem Konzern Einsparungen von 50 Mill. US-$ vor Steuern in 2001 und bis zu 250 Mill. US-$ im darauf folgenden Jahr bringen. Die Gewinneinbußen im ersten Quartal begründete Kodak mit einem verlangsamten Wachstum der Foto-Industrie. Noch sei nicht abzusehen, wann sich die US-Konjunktur beschleunigen und damit auch Kodak neuen Schub geben werde, sagte Kodak-Chef Daniel Carp. Es sei daher nicht möglich, Berechnungen über das zweite Quartal hinaus anzustellen. Der Konzern zog deswegen seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr 2001 von 4,50 bis 4,90 US-$ je Aktie zurück.

Angeblich auch bei Texas Instruments Stellenabbau

Nach einem Bericht der US-Wirtschaftszeitung «Wall Street Journal» werden auch beim Chiphersteller Texas Instruments (TI) mindestens 2 000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren. Das Unternehmen werde dies bei der Vorlage seiner Quartalszahlen mit der nachlassenden Nachfrage nach Halbleitern begründen, hieß es in dem Blatt. TI beschäftigt derzeit weltweit rund 4 200 Menschen; erst im Februar hatte der Konzern die Schließung einer Halbleiterfabrik und die Entlassung von 600 Mitarbeitern angekündigt.

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