Angeblich enge Kontakte zu Unternehmensgegnern
MLP trennt sich von Simon

Der Heidelberger Finanzdienstleister MLP hat auch am Montag keine Gründe für die Trennung von seinem Auslandschef Dorian Simon genannt.

Reuters FRANKFURT. "Unsere Haltung dazu ist unverändert", sagte MLP-Sprecher Michael Pfister. MLP hatte sich am Freitag überraschend von Simon getrennt. Zu den Gründen für das Ausscheiden des Managers hatte sich das Unternehmen nicht geäußert.

In Medienberichten hatte es geheißen, MLP-Vorstandschef Bernhard Termühlen habe Simon zu enge Kontakte zu Gegnern des Unternehmens vorgeworfen. Dazu seien Reste von gelöschten, kompromittierenden Dokumenten auf der Festplatte von Simons Notebook gefunden worden.

Der 31-jährige Simon war als Vorstandsmitglied der Maklergesellschaft MLP Finanzdienstleistung AG für das Geschäft der Heidelberger jenseits der Landesgrenzen verantwortlich. Unter anderem hatte er den Aufbau der Unternehmensaktivitäten in Großbritannien geleitet.

Der im Deutschen Aktienindex (Dax) gelistete Finanzdienstleister war in den vergangenen Monaten wegen angeblich fragwürdiger Bilanzierungspraktiken immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Darauf war der Kurs der MLP-Aktie an der Börse kräftig eingebrochen.

Nach Unternehmensangaben hat sich die Diskussion um die Bilanzierung inzwischen sogar negativ auf das Geschäft von MLP ausgewirkt. MLP wird nach eigener Aussage 2002 erstmals seit dem Börsengang vor 14 Jahren einen Gewinnrückgang verzeichnen. Die Geschäftsprognosen wurden inzwischen drastisch zurückgenommen.

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