Angeblich für Irak und China gearbietet
US-Militäranalyst wegen Spionage-Versuchs verurteilt

Ein ehemaliger Analyst der US-Luftwaffe ist des Versuchs der Spionage für Irak und China für schuldig befunden worden. Ihm droht nun die Todesstrafe. Die zwölf Geschworenen eines Bundesgerichts in Alexandria im Bundesstaat Virginia befanden am Donnerstag dagegen, dass Brian Regan nicht versucht hatte, für Libyen zu spionieren.

Reuters ALEXANDRIA. Er soll der Staatsanwaltschaft zufolge Briefe an Iraks Präsident Saddam Hussein und Libyens Staatschef Muammar Gaddafi geschrieben haben, in denen er geheime Informationen angeboten habe. Im Gegenzug habe er 13 Mill. Dollar verlangt. Die Verteidigung hat erklärt, Regan habe nie ein Spion werden wollen.

Der 40-Jährige Regan war im August 2001 festgenommen worden, als er mit verschlüsselten Koordinaten von Raketenstellungen in seinem Schuh in ein Flugzeug in die Schweiz steigen wollte. Bei sich trug er zudem Adressen von chinesischen und irakischen Vertretungen in Europa. Bis zu seiner Festnahme hatte Regan Zugang zu streng geheimen Informationen. Er arbeitete für eine Abteilung der Luftwaffe, die die Spionagesatelliten der USA betreibt. Die geheimen Daten hatte er der Staatsanwaltschaft zufolge im Intelink abgerufen, dem Geheimdienst-Gegenstück zum Internet. Nach Darstellung der Verteidigung wollte Regan sich mit den Informationen fortbilden.

Die Geschworenen müssen nun entscheiden, ob Regan spezifische Informationen über Atomwaffen, Militärsatelliten, Frühwarnsysteme, Kriegspläne oder andere zentrale Elemente der US-Verteidigungsstrategie an Irak weitergeben wollte. In diesem Fall müsste in einer zusätzlichen Verhandlung entschieden werden, ob die Todesstrafe verhängt werden soll. Es wäre die erste Hinrichtung für Spionage in den USA seit 50 Jahren.

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