Angeblich keine Drohungen des Autokonzerns
BMW hält an Plänen für englisches Rolls-Royce-Werk fest

Der BMW-Konzern in München hält unverändert an seinen Plänen für ein neues Rolls-Royce-Werk in Großbritannien fest. Der Bauantrag sei im Dezember 2000 bei den englischen Behörden eingereicht worden, mit einer Baugenehmigung rechne man bis Ende März, sagte der Unternehmenssprecher für das Rolls-Royce-Projekt, Fred Fruth, am Sonntag der dpa in München. "Unmittelbar danach fangen wir mit dem Bau an."

dpa MÜNCHEN/LONDON. Fruth wies damit einen Bericht der britischen Wirtschaftszeitung "Sunday Business" zurück, wonach BMW gedroht haben soll, das Nobelauto von 2003 an nicht in Großbritannien, sondern in den USA oder wahrscheinlicher in Deutschland zu bauen. Hintergrund seien mögliche Probleme mit der Baugenehmigung, da das Gelände für das neue Werk in der Nähe eines Naturgebietes liege und es erste Proteste gebe, hatte das Blatt berichtet. An dem Bericht "ist überhaupt nichts dran", erklärte Fruth zu den angeblichen Drohungen des Autokonzerns.

Der vorgesehene Standort in Goodwood in der englischen Grafschaft West Sussex liege zwar in einem schönen naturnahen Gelände, aber es handele sich nicht um ein Naturschutzgebiet, betonte Fruth. Der Architekt für das neue Werk habe sich zudem alle von den Behörden zu erwartenden Auflagen bereits im Vorfeld geben lassen, um sie bei der Planung berücksichtigen zu können. Derzeit werde auf dem Gelände Kies abgebaut.

Bei dem geplanten Werk handele es sich nicht um eine Fabrik im üblichen Sinne, sondern um eine Manufaktur. Denn dort sollten täglich nur fünf Autos in Handarbeit hergestellt werden, jährlich also nur rund 1000 Autos, erklärte Fruth. Bei dem Werk werde es sich um ein "sensationelles Musterbeispiel für grüne Architektur" handeln. Das teilweise abgesenkte Gebäude werde sich mit einem gewölbten und begrünten Dach wunderbar in die Landschaft einpassen.

BMW übernehme wie vereinbart ab 2003 von VW die Markenführung bei Rolls Royce und werde dann bereits die ersten Wagen aus dem neuen englischen Werk ausliefern, erklärte Fruth. Dort sollen von den operativen Bereichen bis hin zur Verwaltung insgesamt 350 Beschäftigte arbeiten.

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