Angeblich keine Einigung über Vier-Tage-Woche
Commerzbank streicht weitere 900 Stellen

Wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur vwd sagte, handelt es sich dabei ausschließlich um Arbeitsplätze im Privatkundenbereich in inländischen Filialen.

vwd FRANKFURT. Der Abbau sei entschieden worden, nachdem sich Vorstand und Gesamtbetriebsrat nicht über andere Maßnahmen wie eine Vier-Tage-Woche hätten einigen können.

Das erhoffte Einsparpotenzial aus den bislang beschlossenen Maßnahmen sowie den anstehenden Tarifabschlüssen im Bankgewerbe bezifferte der Sprecher auf rund 50 Millionen Euro im laufenden Jahr.

Vorstand Martin Blessing hatte dem Gesamtbetriebsrat vergangenen Donnerstag Vorschläge für Maßnahmen zur Verbesserung der Ertragslage im Privatkundengeschäft präsentiert.

Danach standen als Alternativen die Streichung von 900 Stellen oder eine Arbeitszeitverkürzung mit Gehaltsverzicht zur Debatte. Aufsichtsratsmitglied und ver.di-Vertreter Uwe Foullong hatte daraufhin zu vwd gesagt, der Betriebsrat sei nur unter bestimmten Prämissen zu Verhandlungen bereit. So müsste ein Gehaltsverzicht zeitlich begrenzt und mit einem Ausgleich versehen werden. Ferner dürfte der Verzicht nicht an Provisionssysteme gekoppelt werden.

Dem Commerzbank-Sprecher zufolge hatte das Management den Betriebsrat informiert, dass es keine Vorbedingungen für die Verhandlungen akzeptieren werde. Nun habe sich der Betriebsrat aber "starr gezeigt" und nicht von seinen Prämissen abweichen wollen, erläuterte der Sprecher. Die Mitarbeiter sollen im Laufe des Nachmittags über die neuen Stellenstreichungen informiert werden.

Wie der Sprecher weiter sagte, wollen Vorstand und Gesamtbetriebsrat nun einen Sozialplan für die Betroffenen aushandeln. Ziel sei es, möglichst sozialverträgliche Regelungen zu finden. So soll ein Großteil des Stellenabbaus unter anderem über Fluktuation geregelt werden. Betriebsbedingte Kündigungen seien aber nicht auszuschließen, sagte der Sprecher.

Der Abbau der Stellen dürfte sich zufolge bis in das kommende Jahr hinziehen. Die Bank hatte zuvor bereits angekündigt, dass bis 2003 konzernweit rund 3400 Stellen abgebaut werden sollen.

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