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Angeblich will Stoiber Huber als Kanzleramts-Chef

Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU) will bei einem Bundestagswahlsieg seinen Münchner Staatskanzlei-Chef Erwin Huber einem Zeitungsbericht zufolge mit nach Berlin nehmen.

dpa MÜNCHEN/BERLIN. Der Ministerpräsident wolle Huber zum Chef des Bundeskanzleramtes machen, meldet der in Berlin erscheinende "Tagesspiegel" (Donnerstag) unter Berufung auf Stoibers unmittelbare Umgebung. Eine CSU-Sprecherin bezeichnete den Bericht als "Spekulation". Stoiber werde erst ab Mai ein "Kompetenzteam" für die Bundestagswahl vorstellen.

Auf der CSU-Landesliste hat Stoiber den fünften Platz für einen noch nicht genannten "Mister X" reserviert. In Medienberichten wurde dafür bisher neben Huber vor allem Bayerns Innenminister Günther Beckstein gehandelt. Die Besetzung der Liste wird an diesem Freitag bei einem Treffen der Bezirksvorsitzenden vorentschieden und tags darauf bei einem Delegiertentreffen beschlossen.

Unionsabgeordnete in Berlin und Vertraute Stoibers halten den Plan laut dem Zeitungsbericht allerdings für eine "Schnapsidee". Der Grund dafür sei die fehlende bundespolitische Erfahrung des Münchner Staatskanzlei-Chefs. "Mit einer solchen Konstellation würden wir das rot-grüne Chaos der Anfangszeit bei weitem in den Schatten stellen", zitiert das Blatt einen nicht näher genannten Politiker der engeren Unionsführung.

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