Angebliche Falschbewertung von Immobilien moniert
US-Aktionäre erweitern Klage gegen die Deutsche Telekom

Nach der Übernahme des US-Mobilfunkbetreibers VoiceStream ist die Deutsche Telekom in den Vereinigten Staaten mit neuen juristischen Problemen konfrontiert.

afp NEW YORK. New Yorker Anwälte reichten bereits am Donnerstag im Auftrag einer Aktionärsgruppe eine um neue Vorwürfe erweiterte Sammelklage gegen den Telefonriesen ein. Die Telekom wird darin zusätzlich wegen der angeblichen Falschbewertung von Immobilien verklagt, wie aus dem Schriftstück hervorgeht, das AFP am Dienstag in New York vorlag. Der Wert der Immobilien sei um mindestens 2 Mrd. Euro (3,9 Mrd. DM) zu hoch angesetzt worden. Nachdem die Telekom dies im Februar korrigiert habe, sei die Aktie abgestürzt, hieß es in der Klagschrift.

Die Kläger erneuerten auch den Vorwurf, das deutsche Unternehmen habe es versäumt, vor dem US-Börsengang im vergangenen Jahr auf seine Pläne zur Übernahme von VoiceStream hinzuweisen. Deswegen hatte eine andere Anwaltskanzlei die Telekom bereits im vergangenen Jahr verklagt. Außer gegen die Telekom wurden auch gegen ihren Chef Ron Sommer sowie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) als Großaktionär und eine Reihe von Banken juristische Schritte eingeleitet, die den Börsengang betreuten.

Die Sammelkläger werden von den New Yorker Kanzleien Milberg, Weiss, Bershad, Hynes und Lerach sowie Bernstein, Liebhard und Lifshitz vertreten. Theoretisch anspruchsberechtigt sind alle Anleger, die in die rund 45 Millionen aktienähnlichen Anteilscheine - American Depositary Shares (ADS) - investierten, mit denen die Telekom im vergangenen Juni in den USA an die Börse ging. Die neue Klage wurde beim Bundesgericht des südlichen Bezirks Manhattan eingereicht. Laut der "Financial Times Deutschland" hat die Telekom insgesamt 60 Tage Zeit zu erwidern.

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