Angebliche Geheimdienstinformationen
Rumsfeld befürchtet irakischen Gas-Einsatz

Irak könnte nach den Worten von US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld chemische Waffen gegen britische und US-Truppen einsetzen, die auf Bagdad und Tikrit zumarschieren. Es gebe Geheimdienstinformationen, die darauf hindeuteten, sagte Rumsfeld am Dienstag in Washington.

Reuters WASHINGTON. Er habe Informationen erhalten, "die nahe legen, dass die Wahrscheinlichkeit (der Nutzung chemischer Waffen) steigt, je näher die Koalitionstruppen Bagdad und Tikrit kommen". Es gebe Hinweise, dass entsprechende Befugnisse erteilt worden seien, sagte er weiter. Zugleich deutete Rumsfeld an, dass die Verlässlichkeit der Angaben nicht garantiert sei.

US-geführte Truppen befinden sich auf dem Vormarsch nach Bagdad. Nach britischen Militärangaben sind sie auf Angriffe mit chemischen und biologischen Waffen vorbereitet. "Unsere Soldaten können die Operationen auch dann fortsetzen, wenn sie mit chemischen oder biologischen Waffen angegriffen werden", sagte ein Sprecher. Die Truppen verfügten unter anderem über Medikamente, die sie einnehmen sollten, wenn sie mit Senfgas oder dem Nervengas VX angegriffen würden.

Irak hat entgegen der Vorwürfe der USA und Großbritannien erklärt, solche Waffen nicht zu besitzen. Die beiden Staaten haben die Zerstörung von Massenvernichtungswaffen als eines ihrer Kriegsziele in Irak benannt. Bislang haben die Koalitionstruppen aber nach eigenen Angaben noch keine Hinweise auf Massenvernichtungswaffen gefunden.

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