Angebliche Registrierung als "Inoffizieller Mitarbeiter"
Stasi-Streit: Engholm unterliegt "Focus"

dpa BERLIN. Der ehemalige SPD-Vorsitzende Björn Engholm ist mit einer Klage gegen das Nachrichtenmagazin "Focus" wegen seiner angeblichen Registrierung als "Inoffizieller Mitarbeiter" (IM) der DDR-Staatssicherheit gescheitert. Das Berliner Landgericht bestätigte der dpa am Freitag einen entsprechenden "Focus"-Bericht. Das Magazin hatte geschrieben, der SPD-Politiker sei als IM registriert gewesen. Engholm bezeichnete dies als "bösartige Erfindung" und klagte gegen "Focus" auf Schmerzensgeld. Außerdem machte er Unterlassungsansprüche geltend.

Das Berliner Gericht wies die Klage (Az.: 27.O.172/01) ab, wie eine Justizsprecherin bestätigte. In Urteilsbegründung heißt es laut "Focus", die Artikel seien "eine zulässige Verdachtsberichterstattung, die die zu Grunde liegenden Tatsachen jedenfalls im Kern zutreffend wiedergegeben hat und die durch die Wahrnehmung berechtigter Informationsinteressen gerechtfertigt war". Engholm kündigte an, dass er in die nächste Instanz gehen werde. "Das wird bis zum Ende durchgefochten", sagte der frühere schleswig-holsteinische Ministerpräsident.

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