Angebot erhöht
FC Bayern mit Makaay einig

Der FC Bayern München hat sich mit Torjäger Roy Makaay auf einen Vierjahresvertrag geeinigt und im Transfer-Poker mit Deportivo La Coruña sein Angebot auf 16 Mill. ? erhöht. Nach Angaben von Manager Uli Hoeneß haben sich beide Vereine damit bis auf vier Mill. ? angenähert, denn der spanische Erstligist sei bei seinen Forderungen auf "cirka 20 Mill. ?" herunter gegangen.

HB/dpa MÜNCHEN/MADRID. Angesichts des Fortschritts in den Verhandlungen zeigte sich Hoeness am Wochenende zuversichtlich, dass der FC Bayern den teuersten Transfer der Vereinsgeschichte realisieren kann. Das entscheidende Signal erwartet der Manager aber weiterhin von dem spanischen Erstligisten. "Der Präsident von Deportivo hat unser Aufgebot auf dem Tisch. Er muss nur Ja sagen", erklärte Hoeneß am Samstag beim "Tag der offenen Tür" des deutschen Fußball-Meisters in München.

La Coruña bestritt diese Darstellung. "Deportivo liegt kein konkretes Angebot für den Transfer von Makaay vor", betonten die Galicier am Sonntag in einer offiziellen Erklärung des Vereins. Sie forderten die Münchner auf, ihre Offerte in schriftlicher Form zu unterbreiten. "Der FC Bayern weiß genau, welchen Nettobetrag Deportivo für den Transfer verlangt." Zugleich hielt La Coruña dem deutschen Meister vor, dass die von Hoeneß erwähnte Einigung mit Makaay einen Verstoß gegen die Normen des Europäischen Fußball-Union (UEFA) bedeute.

Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge rechnet nicht mit einer raschen Einigung mit den Spaniern. "Wir bleiben dran, aber das wird ein Marathon-Poker", sagte Rummenigge. Ein wichtiges Datum ist der 13. August, wenn La Coruña in der Champions-League-Qualifikation antreten muss. Bei einem Einsatz von Makaay würden die Bayern laut Rummenigge die Verhandlungen abbrechen, weil man ihn dann nur noch in der Bundesliga und im DFB-Pokal einsetzen könnte. Makaay soll die Bayern jedoch vor allem in der Champions League verstärken.

La Coruña hatte gedroht, den Niederländer für die Champions League zu melden. Bei einem Testspiel am Samstag verzichtete der Club jedoch auf den Torjäger. Makaay trainiert weiterhin bei Deportivo, wird aber bislang in Freundschaftsspielen nicht eingesetzt. Damit will La Coruña verhindert, dass ein Transfer an einer möglichen Verletzung des Fußballers scheitert.

Die Verhandlungen mit dem 28 Jahre alten niederländischen Nationalspieler haben die Bayern inzwischen zum Abschluss gebracht. "Wir sind uns einig über einen Vierjahresvertrag", verriet Hoeneß. Der Rekordmeister hatte ursprünglich 15 Mill. ? für Makaay geboten, dessen Vertrag bei Deportivo noch bis 2005 läuft. La Coruna forderte nach spanischen Medienberichten bislang 21 Millionen.

Rummenigge schloss unterdessen aus, dass der Rekordmeister bei einer Verpflichtung von Makaay Stürmer Claudio Pizarro ins Ausland ziehen lassen könnte. Angeblich hat der französische Meister Olympique Lyon Interesse an dem Peruaner bekundet. "Wir kaufen keinen Stürmer und verkaufen dann Pizarro. Das ist Blödsinn", sagte Rummenigge. Pizarro selbst erklärte am Wochenende, ihm läge kein Angebot von Olympique Lyon vor: "Ich weiß von nichts."

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