Angebot in zweitem Schreiben bekräftigt
Uno berät nicht über Iraks Inspektorenangebot

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Uno) hat nach US-Angaben nicht vor, ein irakisches Angebot für eine Wiederaufnahme der Gespräche über Waffeninspektionen zu beraten.

Reuters NEW YORK. Das jüngste Angebot Iraks, mit den Waffeninspektoren technische Gespräche zu führen, sei nicht sehr vielversprechend, sagte der stellvertretende Uno-Botschafter der USA James Cunningham am Montag. Gegenwärtig sei eine Beratung nicht vorgesehen. Die USA haben diesen Monat die Präsidentschaft des Sicherheitsrates inne. Diplomaten zufolge könnten andere Rats-Mitglieder das Thema trotzdem auf die Tagesordnung setzten. Es bestehe jedoch kaum die Möglichkeit, dass eine gemeinsame Position gefunden werde. Die Uno fordert eine bedingungslose Rückkehr der Waffeninspektoren nach Irak, während Irak im voraus Fragen der Waffenkontrolle beraten will.

Die Uno hatte die Inspektoren 1998 abgezogen, da sie nach eigener Darstellung von irakischen Behörden bei ihrer Arbeit behindert wurden. Angesichts anhaltender Spekulationen über einen US-Militärschlag hatte die Regierung in Bagdad Anfang des Monats den Chef der Inspektoren, Hans Blix, zu Gesprächen eingeladen. Annan verlangte aber von Irak als Bedingung für Gespräche eine offizielle Einladung an die Inspektoren.

In einem zweiten Schreiben, das vergangene Woche eingegangen war, bekräftigte Irak sein Angebot. Die Regierung wolle zuerst die Grundvoraussetzungen regeln, bevor sie einer Rückkehr der Investoren zustimme, hatte der irakische Uno-Botschafter erklärt. US-Präsident George W. Bush hatte mehrfach bekräftigt, Iraks Verzicht auf Massenvernichtungswaffen notfalls mit Gewalt durchsetzen zu wollen.

Irak bestreitet, nach Massenvernichtungswaffen zu streben und betrachtet die Kontrollen als abgeschlossen. Drei Gesprächsrunden zwischen der irakischen Regierung und Annan scheiterten in diesem Jahr bereits.

Nach der Vertreibung irakischer Truppen aus Kuwait im Golf-Krieg 1991 wurde Irak verpflichtet, seine Bestände an Massenvernichtungswaffen unter Uno-Kontrolle offenzulegen, zu vernichten und entsprechende Produktionsanlagen sowie Rüstungsprogramme zu zerstören. Dies ist eine Grundvoraussetzung, damit die Uno-Sanktionen aufgehoben werden können, die nach dem Einmarsch in Kuwait 1990 gegen Irak verhängt worden waren.

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