Angebot muss attraktiver als eigene Rennserie sein
Autohersteller warten auf Angebot von Kirch-Banken

Die in der Formel 1 engagierten Autohersteller warten nach Angaben von Mercedes-Chef Jürgen Hubbert auf ein Angebot der Gläubigerbanken der Kirch-Gruppe für eine Beteiligung an der Rennsportserie.

Reuters LYON. Die fünf großen Hersteller seien gesprächsbereit, bekräftigte Hubbert am Dienstagabend im französischen Lyon. "Die Initiative muss aber von den Banken ausgehen", fügte er hinzu. Dann werde es zu einem Dreier-Gespräch mit Herstellern, Banken und dem 71 Jahre alten Briten Bernie Ecclestone kommen, der die Rennsportserie organisiert und noch 25 % der Anteile an der Formel-1-Gesellschaft SLEC hält. Ein Einstieg sei aber nur denkbar, wenn er sich als attraktiver erweise als eine eigene Serie, die die Formel 1 nach dem Jahr 2007 ablösen könnte. Die Vorbereitungen dafür liefen weiter, sagte Hubbert.

Die von den Herstellern geplante Rennsport-Gesellschaft GPWC sei bereits mit dem nötigen Kapital ausgestattet worden, sagte Hubbert. Mit dem Auslaufen des derzeitigen Vertrages 2007 wollen die Hersteller ihre Wagen und Fahrer aus der Formel 1 abziehen. Die Führung für die GPWC werde derzeit gesucht. "Wir brauchen ein Management, das Ecclestone ersetzen kann", forderte er. Die Hersteller, darunter Fiat (Ferrari), DaimlerChrysler (Mercedes), BMW, Ford (Jaguar) und Renault, fordern Übertragungen der Rennen im frei empfangbaren Fernsehen und Mitsprache bei der Zahl und den Austragungsorten der Rennen.

Gegen den Einstieg Kirchs hatten sich die Autobauer stets gewehrt. Hubbert sagte, er rechne damit, dass nach Kirch Media auch die übrigen Firmen aus dem Imperium von Leo Kirch rasch Insolvenz anmelden müssten. Kirchs Beteiligung von 58 % an der Formel 1 ist von der Zahlungsunfähigkeit des Kerngeschäfts noch nicht betroffen. Die Bayerische Landesbank könnte die Rechte nach einer Insolvenz als Finanzier des 1,6 Mrd. ? teuren Einstiegs die Formel 1 verwerten.

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