Angebot würde als "feindlich" eingestuft
Londoner Börse lehnt mögliche Übernahmeofferte Frankfurts ab

afp LONDON/DÜSSELDORF. Der Chef der London Stock Exchange (LSE), Don Cruickshank, sagte der "Financial Times" (Mittwochausgabe), er würde ein solches Angebot als "feindlich" einstufen. "Die Deutsche Börse ist kein weißer Ritter." Der Zeitung zufolge wird eine solche Offerte derzeit in Frankfurt geprüft. Wenn überhaupt, würde sie aber erst vorgelegt, wenn die LSE ihre schriftliche Antwort auf das bereits unterbreitete feindliche Übernahmeangebot der schwedischen Finanzgruppe OM Gruppen veröffentlicht hat.

Die Londoner Börse hatte die Fusion mit Frankfurt zur Europabörse iX am Dienstag platzen lassen und dies damit begründet, sie wolle sich voll und ganz auf die Abwehr des schwedischen Angebots konzentrieren. Das "Handelsblatt" zitierte Einschätzungen aus Bankenkreisen, wonach ein Übernahmeangebot der Frankfurter Börse frühestens in zehn Tagen kommen dürfte. Zunächst werde sich die Deutsche Börse mit ihrem Beraterhaus Goldman Sachs über das weitere Vorgehen abstimmen. Die Offerte könnte die Deutsche Börse dann möglicherweise gemeinsam mit befreundeten Handelsplätzen wie Madrid, Mailand und der US-Technologiebörse Nasdaq abgeben.

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