Angebotsfrist abgelaufen
Kirch Media geht bis Mitte Oktober an Investoren

Nach dem Ende der zweiten Runde des Bieterverfahrens für Kirch Media soll das insolvente Medienunternehmen nun bis spätestens Mitte Oktober verkauft werden. Mit den eingegangenen Offerten ist Kirch Media nach Worten eines Sprechers zufrieden.

Reuters MÜNCHEN. Die Frist für das Einreichen verbindlicher Angebote sei abgelaufen, sagte ein Kirch Media-Sprecher am Freitag in München. "Die eingegangenen Angebote entsprechen voll unseren Erwartungen." Angaben zu ihrer Höhe und ihrer Ausgestaltung sowie den einzelnen Bietergruppen machte er nicht. In den kommenden Wochen werde die neue Geschäftsführung zusammen mit dem Sachwalter die Offerten mit den Bieterkonsortien nochmals besprechen und dann dem Gläubigerausschuss einen Vorschlag präsentieren. Dieser sei daran aber nicht gebunden. Eine abschließende Entscheidung werde der Gläubigerausschuss dann voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte treffen.

Kirch Media hatte am 8. April als erster Teil von Leo Kirchs Medienimperium Antrag auf Insolvenz gestellt. Das Bieterverfahren, das vorsieht, die Gesellschaft, in der unter anderem Film- und Sportrechte sowie die Sendergruppe Pro Sieben Sat.1 liegen, als Ganzes zu verkaufen, verlief bislang eher schleppend. Ursprünglich hatte die neue Geschäftsführung um Wolfgang van Betteray und Hans-Joachim Ziems bereits Anfang September den Käufer präsentieren wollen. Als Kaufpreis für die Gesellschaft waren in der Vergangenheit Beträge von bis zu 2,6 Mrd. ? im Gespräch gewesen.

Nach der Abgabe unverbindlicher Angebote in einer ersten Runde sind bislang ein Konsortium aus Commerzbank und dem US-Studio Columbia Tristar, der US-Milliardär Haim Saban zusammen mit der französischen Sendergruppe TF1 sowie eine Gruppe aus den Kirch-Media-Altgesellschaftern Lehman Brothers, Rewe und dem saudischen Prinzen Al Waleed in die engere Auswahl gekommen.

Dagegen waren die Bietergruppe um die Verlage Axel Springer und Heinrich Bauer sowie der US-Konzern Viacom aus dem weiteren Verfahren ausgeschlossen worden. Bis zuletzt galt es aber als sicher, dass sie mit verbesserten Angeboten wieder einsteigen oder sich einem der drei bestehenden Konsortien anschließen können. Bei Springer war am Freitag unmittelbar nach der Ankündigung von Kirch Media niemand zu erreichen.

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