Angeklagter bestreitet jede Schuld
Völkermord-Prozess gegen bosnischen Serben

Der 40 Jahre alte Arzt wird für Hunderte von Morden sowie für Folter und Verfolgung bosnischer Moslems und Kroaten zwischen April und September 1992 in Prijedor (Nordwestbosnien) verantwortlich gemacht.

dpa DEN HAAG. Stakic übte damals als eine Art Bürgermeister im Auftrag der bosnischen Serbenführung die höchste Autorität in dem Gebiet aus, zu dem auch die berüchtigten Gefangenenlager Keraterm, Omarska und Trnopolje gehörten.

Der deutsche Richter Wolfgang Schomburg wies zu Beginn des Prozesses in seinem ersten Verfahren als Vorsitzender einer Strafkammer in Den Haag auf die besondere Aufgabe des Tribunals hin. "Das Tribunal ist nicht nur Strafgerichtshof, es hat auch eine Friedensmission", sagte er. Mit dem Mandat durch den Sicherheitsrat habe es den Auftrag erhalten, zur Wiederherstellung und Bewahrung des Friedens im früheren Jugoslawien beizutragen, erinnerte er.

Stakic war am 23. März 2001 von den Behörden in Belgrad festgenommen und nach Den Haag ausgeliefert worden. Er hat jede Schuld bestritten.

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