Angeklagter erkältet
Milosevic-Prozess wird fortgesetzt

Das Verfahren war zwei Wochen lang wegen einer Erkältung des Angeklagten unterbrochen worden.

dpa DEN HAAG. Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist der Prozess gegen den früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic wegen Verbrechen im Kosovo am Dienstag fortgesetzt worden. Das Verfahren war zwei Wochen lang wegen einer Erkältung des Angeklagten unterbrochen worden. Milosevic versicherte am Dienstag, dass er sich nicht durch Krankheit vor der Fortsetzung des Verfahrens drücken wolle. Er reagierte damit auf die vom Staatsanwalt bei einem zwischenzeitlichen Termin geäußerte Skepsis über die Notwendigkeit für eine zweite Unterbrechung des Prozesses wegen Krankheit seit dem Beginn der Verhandlung am 12. Februar.

Milosevic möchte auch seinen Arzt aus Jugoslawien dabei haben, falls das Gericht eine umfassende ärztliche Untersuchung anordnen sollte. Er habe ihn jahrelang behandelt, machte der Angeklagte geltend. Bei der Verhandlung am Dienstag sagte der österreichische Diplomat Wolfang Petritsch, der EU-Sonderbeauftragte für das Kosovo bis Juli 1999, als Zeuge der Anklage aus. Er erläuterte im Detail den Ablauf der fehlgeschlagenen Verhandlungen von Rambouillet und Paris im Februar und März 1999 zur Lösung des Kosovo-Konflikts.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%