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Angeschlagene Alitalia bestätigt bisherige Finanzziele

Die marode italienische Fluggesellschaft Alitalia hat am Mittwoch an den bisherigen Prognosen festgehalten. Die finanzielle Situation befände sich im Einklang mit den bisherigen Zielen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Mailand. Der Rettungsplan für die im Sturzflug befindliche Fluglinie sieht bis zum Jahr 2006 ein ausgeglichenes Ergebnis vor, nachdem Alitalia im ersten Halbjahr 2004 einen Verlust von 330 Mill. € angehäuft hatte.

dpa-afx MILAN. Die marode italienische Fluggesellschaft Alitalia hat am Mittwoch an den bisherigen Prognosen festgehalten. Die finanzielle Situation befände sich im Einklang mit den bisherigen Zielen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Mailand. Der Rettungsplan für die im Sturzflug befindliche Fluglinie sieht bis zum Jahr 2006 ein ausgeglichenes Ergebnis vor, nachdem Alitalia im ersten Halbjahr 2004 einen Verlust von 330 Mill. ? angehäuft hatte.

In die hitzigen Diskussionen um die Rettung von Alitalia hat sich am heutigen Mittwoch auch die Regierung in Rom eingeschaltet. Verkehrsminister Pietro Lunardi sagte, die Regierung habe alles getan, was in ihrer Macht stand, um die Airline zu sanieren. Jetzt sei es an den Gewerkschaften, dem Sanierungsplan zuzustimmen.

Die Einigung mit den Gewerkschaften muss bis 15. September erreicht sein. In den Verhandlungen geht es derzeit vor allem um den für die Rettung der Alitalia notwendigen Stellenabbau, den die Arbeitnehmervertretungen strikt ablehnen. Schätzungen zufolge müssen bis zu 5 000 der insgesamt 22 000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

Wirtschaftsminister Domenico Siniscalco drohte, den kürzlich von Brüssel genehmigten staatlichen Überbrückungskredit in Höhe von 400 Mill. ? nicht freigeben zu wollen, falls die Gewerkschaften nicht einlenken. Die italienische Regierung hält derzeit noch 62 % an der Fluglinie, will diesen Anteil jedoch demnächst auf unter 50 % senken.

Die Alitalia-Führung unter Präsident Giancarlo Cimoli hatte zuletzt erklärt, die Krise sei noch wesentlich schlimmer als bisher angenommen. So lägen die Umsätze von Juli und August um 17 Mill. ? unter den Erwartungen. Auch die Passagierzahlen nehmen immer weiter ab. Massimo Chieli, Direktor für Human Resources, warnte: "Ohne eine baldige Einigung über den Sanierungsplan kann Alitalia nur noch 20 Tage überleben."

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