Angeschlagener Autohersteller
Gewerkschaft von Daewoo akzeptiert Reformplan

Reuters SEOUL. Der angeschlagene südkoreanische Autohersteller Daewoo Motor hat sich eigenen Angaben zufolge mit führenden Gewerkschaftsvertretern auf einen Umstrukturierungsplan geeinigt. Die Gewerkschafter hätten einen von Daewoo vorgelegten Plan mit "Punkten zu Beschäftigung" akzeptiert, sagte ein Daewoo-Sprecher am Montag in Seoul. Allerdings ist noch nicht klar, ob die Gewerkschaft einen von Daewoo geforderten Abbau von 3 500 Arbeitsplätzen akzeptiert hat. Am Montagnachmittag will die Gewerkschaft dem Sprecher zufolge ein Treffen abhalten, bei dem über den Plan abgestimmt werden soll. Von der Gewerkschaft war zunächst kein Kommentar zu erhalten.

Der Sprecher sagte weiter, ein südkoreanisches Gericht habe Daewoo Motor dazu aufgefordert, am Dienstag einen Sanierungsplan vorzulegen, der ein schriftliches Einverständnis der Gewerkschaften zur Streichung von 3500 Stellen enthalte. Das Gericht habe erklärt, die Zustimmung der Gewerkschaft zu einem Stellenabbau sei entscheidend für das weitere Schicksal des zweitgrößten südkoreanischen Autobauers.

Umstrukturierung des Konzerns soll beschleunigt werden

Unterdessen erklärten sich laut Sprecher am Montag 5 700 nicht-gewerkschaftlich organisierte Mitarbeiter bereit, zu kündigen, um damit die Umstrukturierung des Konzerns zu beschleunigen.

Das mit umgerechnet 23,9 Mrd. DM verschuldete Unternehmen wartet noch immer auf die Entscheidung über seinen Antrag auf Zwangsverwaltung vom 10. November. Davon hängt ab, ob die Geschäfte weiter geführt werden oder ob der Konzern zerschlagen wird.

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